Halbleiter-Produktion bei Infineon. Der Konzern will seine Kapazitäten erweitern, um mehr Aufträge annehmen zu können. / Foto: Infineon

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Infineon übertrifft Erwartungen, erhöht Jahresprognose

Der Chip-Hersteller Infineon hat in den letzten Monaten bei Umsatz und Gewinn stark zugelegt. Anlegerinnen und Anlegern reicht das aber offensichtlich nicht.

Im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2021/22 (Oktober bis Dezember) setzte der Konzern aus Neubiberg bei München 3,16 Milliarden Euro um. Das sind 5 Prozent mehr als im Vorquartal und 20 Prozent mehr als im ersten Quartal 2020/21. Infineon profitiert eigenen Angaben zufolge weiterhin von der weltweit hohen Nachfrage nach Halbleitern.

Der Nettogewinn lag im Berichtszeitraum bei 457 Millionen Euro und damit auf dem Niveau des Vorquartals, in dem der Konzern von einem positiven Steuereffekt profitiert hatte. Im ersten Quartal 2020/21 hatte Infineon ungefähr 80 Prozent weniger verdient. Die Bruttomarge verbesserte sich zum Vorquartal leicht von 41,2 auf 41,5 Prozent. Die neuen Geschäftszahlen liegen überwiegend über den Schätzungen von Analysten.

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Für das zweite Quartal 2021/22 kalkuliert Infineon erneut mit einem Umsatz von ungefähr 3,2 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr erwartet die Konzernleitung 12,5 bis 13,5 Milliarden Euro Umsatz. Das sind etwa 300 Millionen Euro mehr als bislang angenommen. Für Investitionen will Infineon ungefähr 2,4 Milliarden Euro ausgeben, vor allem um seine Produktionskapazitäten zu erhöhen. Der freie Cashflow soll im Gesamtjahr bei etwa 1 Milliarde Euro liegen.

Anlegerinnen und Anleger hatten offenbar mit noch besseren Zahlen gerechnet oder nehmen jetzt Buchgewinne mit. Die Infineon-Aktie ist heute mit einem Minus von 4 Prozent in den Tradegate-Handel gestartet, aktuell kostet sie 35,43 Euro (Stand 3.2.2022, 10:00 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie knapp 10 Prozent verloren, im Jahresvergleich liegt sie 7 Prozent im Plus. Auf fünf Jahre gesehen hat sich der Kurs mehr als verdoppelt.

Infineon ist der größte Halbleiterhersteller Deutschlands und einer der zehn umsatzstärksten weltweit. In den letzten Quartalen liefen die Geschäfte der ehemaligen Siemens-Tochter konstant gut, was sich bislang aber nicht im Aktienkurs widerspiegelt. Das eröffnet Einstiegschancen: Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für das Geschäftsjahr 2021/22 liegt bei noch moderaten 22.

Lesen Sie auch: Von Intel bis Taiwan Semiconductor - die 20 besten nachhaltigen Halbleiter-Aktien

Infineon Technologies AG:

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