Intel profitierte zuletzt von einer hohen Nachfrage nach Halbleitern für Rechenzentren, hat aber mit gestiegenen Kosten zu kämpfen. / Foto: Intel

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Intel übertrifft die Erwartungen – was macht die Aktie?

Der US-Chip-Konzern Intel hat im vierten Quartal 2021 die Marktprognosen deutlich übertroffen. Auch die Zahlen für das Gesamtjahr fallen damit mehr als solide aus.

Von Oktober bis Dezember konnte Intel seinen Umsatz um 3 Prozent zum Vorjahr auf 20,5 Milliarden US-Dollar steigern. Wegen höherer Kosten ging der Nettogewinn zwar um 21 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar zurück. Doch sowohl Umsatz als auch Ergebnis lagen über den durchschnittlichen Schätzungen von Analysten. Intel führt das gute Quartalsergebnis vor allem auf eine spürbar gestiegene Nachfrage nach Chips für Rechenzentren zurück.

Im Kalenderjahr 2021 setzte Intel insgesamt 79 Milliarden Dollar um, 1 Prozent mehr als 2020. Der Nettogewinn sank um 5 Prozent auf 19,9 Milliarden Dollar. Die operative Gewinnmarge lag bei 24,6 Prozent nach 30,4 Prozent im Vorjahr.

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Für das erste Quartal 2022 geht Intel von ungefähr 18,3 Milliarden Dollar Umsatz und einem Gewinn je Aktie (EPS) von 0,70 Dollar aus. Im letzten Quartal lag das EPS bei 1,13 Dollar.

Die vergleichsweise schwachen Aussichten wirkten sich an der Börse stärker aus als die guten aktuellen Zahlen. Die Intel-Aktie ist heute mit einem Minus von 3,2 Prozent in den Tradegate-Handel gestartet und kostet derzeit 44,51 Euro (Stand 27.1.2022, 9:08 Uhr). Auf Sicht von einem Monat notiert die Aktie 1,7 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 1,4 Prozent zugelegt. Auf fünf Jahre gesehen beträgt der Wertzuwachs 31 Prozent.

Intel baut Kapazitäten aus

Aktuell plant Intel umfangreiche Investitionen in neue Chipfabriken weltweit. Einerseits um unabhängiger vom Standort Asien zu werden, andererseits weil der Konzern als größter Chiphersteller der Welt seine Dienste künftig auch als Auftragsfertiger anbieten will, etwa für die Autoindustrie.

Die Intel-Aktie ist wegen der tiefgreifenden Veränderungen im Konzern und des hohen Wettbewerbsdrucks ein Investment mit erhöhtem Risiko. ECOreporter traut Intel in den nächsten Jahren aber eine positive Entwicklung zu. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2022 von 15 ist die Aktie zudem moderat bewertet. Einen Überblick über die Halbleiter-Branche bietet das ECOreporter-Dossier Von Intel bis Taiwan Semiconductor - die 20 besten nachhaltigen Halbleiter-Aktien.

Intel ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Dividendenkönige. Lesen Sie hier unser ausführliches Unternehmensporträt.

Welche Dividendenkönige ECOreporter aktuell empfiehlt, lesen Sie in unserem Überblick Nachhaltige Dividendenkönige: Bei diesen Aktien bieten sich jetzt Kaufgelegenheiten.

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