Ulrich Uhlenhut ist Vorstand der Wattner AG. / Foto: Unternehmen

19.03.20 Meldungen , Anleihen / AIF , Crowd-Investment

Interview: Beeinträchtigt Corona auch die Solarenergie?

Inwiefern sind Geldanlagen in Solarkraftwerke von der Corona-Krise betroffen? Wie laufen Wartung und Aufbau neuer grüner Kraftwerke derzeit? Was muss der Gesetzgeber jetzt schleunigst regeln, um die Energiewende auch in Corona-Zeiten nicht einschlafen zu lassen? Diplom-Ingenieur Ulrich Uhlenhut, Vorstand des Kölner Solarunternehmens Wattner AG, schildert im Interview die Situation.

Die nicht börsennotierte Wattner AG projektiert, errichtet und betreibt seit 2004 Solaranlagen. Sie finanziert Projekte unter anderem durch die Nachrangdarlehen der SunAsset-Reihe.

ECOreporter: Herr Uhlenhut, inwiefern beeinträchtigt das Coronavirus die Betreiber von Solaranlagen, insbesondere die Anleger, die hier investiert haben?

Ulrich Uhlenhut: Im Fall von Wattner sind das zum Glück zwei verschiedene Sachen. Der alleinige Betreiber der Solaranlagen sind wir, und die Anleger "bezahlen" uns dafür, dass das auch funktioniert – selbst in solchen Zeiten. Die Beeinträchtigung für uns liegt größtenteils in der spontanen Organisation von möglichst vielen Home-Arbeitsplätzen.

Hier ist es dann wieder ein Glück, dass die Betriebsführer aufgrund ihrer gelegentlichen Reisetätigkeit zu den Solarkraftwerken ohnehin alle mit Laptops und Mobiltelefonen ausgestattet sind. Nun bekommt jeder noch einen riesigen Monitor dazu, inklusive der Auflage, sich von der Öffentlichkeit fernzuhalten, und die In-House Betriebsführung funktioniert weiterhin. Selbst im Fall von tatsächlicher Erkrankung mit Corona greift das ganz normale Vertretungsprinzip für Krankheiten.

Aber Solaranlagen sind Kraftwerke, und normalerweise benötigen Kraftwerke eine gewisse Wartung. Ist die Wartung für die Solarkraftwerke in Corona-Zeiten ein Problem?

Solarkraftwerke sind glücklicherweise die Sorte von Kraftwerken, die absolut wartungsarm sind. Es gibt praktisch weltweit kein bemanntes Solarkraftwerk – basierend auf Solarpanelen wie unsere Anlagen. Hinzu kommt, dass wir bei Wattner nie in nachgeführte Anlagen investiert haben. Das bedeutet: Unsere Anlagen sind sämtlich rein statische Installationen ohne mechanischen Verschleiß, denen ist das Virus zum Glück völlig egal. Die Routine-Wartung erfolgt in der Regel einmal jährlich durch Partner vor Ort. Wenigstens einmal im Jahr fahren auch unsere Betriebsführer zu ihren jeweils zugeordneten Anlagen. Aber das muss nicht gerade jetzt geschehen.

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