Auch in der aktuellen Finanzmarktkrise gibt es nachhaltige Aktien mit guten Aussichten. / Foto: Pixabay

  Aktientipps, Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

Diese 10 nachhaltigen Aktien sind jetzt (wieder) attraktiv - bis zu 7,6 % Dividendenrendite

In der Corona-Krise haben viele Aktiengesellschaften stark an Börsenwert verloren, obwohl sie kerngesund sind. Das eröffnet Einstiegschancen. ECOreporter stellt zehn Unternehmen mit zukunftsträchtigen Geschäftsmodellen vor, deren Aktien derzeit günstig zu haben sind.

Software für die Verkehrswende

IVU Traffic aus Berlin und init innovation aus Karlsruhe beliefern Bus- und Bahngesellschaften mit IT-Lösungen – von Planungssoftware bis zu Ticketautomaten. Beide Unternehmen haben 2019 Rekordgewinne erzielt, und volle Auftragsbücher lassen für die nächsten Jahre weitere Ergebnissteigerungen erwarten.

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Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 15 (init innovation) und 20 (IVU Traffic) sind die lange überteuerten Aktien aktuell niedrig bewertet (Stand 17.3.2020). Beide Unternehmen wollen in den nächsten Wochen eigene Aktien zurückkaufen.

Grünstrom aus Wind, Sonne und Wasser

Der kanadische Energiekonzern Algonquin hat zwei Standbeine: Er beliefert in zwölf US-Bundesstaaten knapp 770.000 Kunden mit Strom, Wärme und Wasser. Außerdem betreibt er Wind-, Solar- und Wasserkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 1.300 Megawatt.

Im letzten Jahr stieg der Gewinn trotz stagnierender Umsätze um 3 Prozent. 2020 wird Algonquin durch die Übernahme von zwei nordamerikanischen Energieversorgern deutlich wachsen. Die Algonquin-Aktie ist mit einem aktuellen KGV von 18 günstig zu haben.

Gute Geschäfte mit sauberem Wasser

Aktien von Wasserversorgern wie American Water Works oder American States Water sind auch nach dem Börsen-Crash der letzten Wochen mit KGVs von über 30 immer noch zu teuer. Zwei französische Branchenunternehmen sind derzeit deutlich attraktiver:

Suez hat seine Prognose für 2019 deutlich übertroffen und will bis 2030 der "weltweit führende Umweltdienstleister“ werden. Das Unternehmen baut auch Klär-, Entsalzungs- und Wasseraufbereitungsanlagen und hat 2017 die Wassertechnologiesparte von General Electric übernommen. Die Aktie hat im letzten Monat 41 Prozent an Wert verloren, das KGV liegt aktuell bei 15 (Stand 17.3.2020).

Veolia (minus 39 Prozent im letzten Monat, KGV 15) ist neben der Wasserversorgung im Recycling, in der Abfallentsorgung sowie in der Strom- und Wärmeerzeugung tätig. 2019 lagen die Geschäftszahlen über den Erwartungen. Veolia geht davon aus, durch den Ausbau lukrativer Geschäftsbereiche seinen Vorsteuerjahresgewinn bis 2023 um etwa 20 Prozent steigern zu können.

Beide Unternehmen bieten beim derzeitigen Aktienkurs auch hohe Dividendenrenditen: Suez 7,6 Prozent, Veolia 5,6 Prozent.

Die Zukunft liegt in der Cloud

Mehr als 30 Prozent hat SAP im letzten Monat an Börsenwert verloren. Der Walldorfer Software-Konzern ist damit auf das Kursniveau von Januar 2019 abgesackt. Wirtschaftlich steht SAP allerdings trotz einiger kostspieliger Umstrukturierungen nach wie vor glänzend da. Der Konzern gehört zu den Weltmarktführern bei Unternehmens-Software und ist im wachstumsträchtigen Geschäft mit Cloud-Angeboten gut aufgestellt. Für das Geschäftsjahr 2020 liegt das erwartete KGV bei 16.

Hohe Gewinnmargen

Der US-Medizintechnikkonzern Stryker erzielt seit Jahren hohe Gewinne und stärkt durch strategische Unternehmenszukäufe seine Marktposition. 2019 lag die Nettogewinnmarge bei über 20 Prozent. Das einzige Problem für Anleger: Die Aktie war lange Zeit zu teuer. Nach Kursverlusten von 35 Prozent innerhalb eines Monats ist sie jetzt zum ersten Mal seit Ende 2018 wieder erschwinglich: Das erwartete KGV für 2020 beträgt 18.

Gute Aussichten für den Windweltmeister

Vestas ist Weltmarktführer bei Windkraftanlagen. Wie die gesamte Windbranche leidet auch der dänische Konzern unter gesunkenen Margen. Aber der Ausbau der Windenergie wird weiter vorangehen. Und die Chancen stehen gut, dass Vestas nicht zuletzt aufgrund seiner Unternehmensgröße stärker davon profitieren wird als die meisten Konkurrenten. Mit einem erwarteten KGV für 2020 von 16 ist die Vestas-Aktie derzeit attraktiver als der aussichtsreichste Konkurrent Siemens Gamesa (KGV 22).

Krisenfest dank Klopapier

Nein, ECOreporter wird an dieser Stelle keine Witze über Klopapier und die Corona-Krise machen. Fakt ist aber: Essity stellt Hygieneartikel her, und die werden immer gebraucht. Das schwedische Unternehmen hat im letzten Jahr Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert.  Essity senkt kontinuierlich seine Kosten und vertreibt immer mehr Produkte direkt über digitale Kanäle. Die Aktie hat im letzten Monat nur 14 Prozent an Wert verloren, ist mit einem erwarteten KGV für 2020 von 16 aber trotzdem niedrig bewertet.

Stabiler als die Deutsche Bank

Trotz des Niedrigzinsumfelds hat sich die UmweltBank im letzten Jahr gut behauptet. Geschäftsvolumen, Kreditvolumen und Bilanzsumme sind 2019 gestiegen. Die Eigenkapitalausstattung der nachhaltigen Nürnberger Bank ist mehr als solide: Ihre ungewichtete Eigenmittelquote lag in den letzten Jahren konstant bei etwa 6,7. Ab einem Wert von kleiner als 3 gelten Banken als unterkapitalisiert. Zum Vergleich: Die Deutsche Bank hatte 2019 eine ungewichtete Eigenmittelquote von 4,2, die Quote der SEB lag im letzten Jahr bei 5,1. Mit einem KGV von unter 13 ist die UmweltBank-Aktie derzeit günstig zu haben.

Die UmweltBank, Essity, Vestas, Stryker und SAP sind ECOreporter-Favoriten-Aktien.

Wichtig: Streuen Sie Ihr Risiko

Sie möchten in der Corona-Krise in Aktien anlegen? Dann beachten Sie bitte Folgendes:

  • Investieren Sie ausschließlich in Unternehmen mit einem zukunftsträchtigen Geschäftsmodell. Eine Aktie nur deshalb zu kaufen, weil sie gerade billig ist, macht keinen Sinn.
  • Teilen Sie die Summe, die Sie in eine bestimmte Aktie investieren wollen, in drei bis fünf Teile auf und verteilen Sie ihre Kaufzeitpunkte über mehrere Wochen. So verringern Sie das Risiko, bei zu hohen Kursen einzusteigen.
  • Investieren Sie nicht Ihr ganzes Vermögen in Aktien. Legen Sie auch in risikoärmere Finanzprodukte an, und behalten Sie eine ausreichend hohe Barreserve.

Weitere Ratschläge zum Anlegen in Krisenzeiten hat ECOreporter hier für Sie zusammengestellt.

Aktuelle Kurse und viele weitere Daten zu 153 nachhaltigen Aktien finden Sie hier.

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