Auch in stürmischen Zeiten sind nachhaltige Investments möglich und haben - richtig ausgewählt - gute Aussichten. / Foto: Pixabay

  Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten, Anleihen / AIF, Finanzdienstleister, Fonds / ETF

Nachhaltig investieren in schwierigen Zeiten: Das sollten Sie beachten

Klimawandel, Kriege, hohe Zinsen, unterbrochene Lieferketten, der Rechtsruck in demokratischen Staaten - in der Welt bleibt es unruhig. Und damit auch an den Finanzmärkten. Was heißt das für Besitzerinnen und Besitzer von grünen Aktien, Fonds und ETFs? Wie sehr sind Investments in nachhaltige Anleihen, Mikrofinanzen, Nachrangdarlehen betroffen? ECOreporter gibt Investment-Ratschläge für Krisenphasen.

Die Ratschläge richten sich an Anlegerinnen und Anleger, die schon investiert sind. Aber auch an Menschen, die nun überlegen, ob es ein besonders guter oder ein besonders schlechter Zeitpunkt für neue nachhaltige Investments ist.

Grüne Aktien in Krisenzeiten?

Grundsätzlich spricht auch in einer Krise nichts dagegen, in Aktien zu investieren, denn in den letzten Jahrzehnten waren Aktien die lukrativsten langfristigen Geldanlagen. Allerdings sollten Sie dabei Folgendes beachten:

* Verkaufen Sie keine Aktien, nur weil die Börse zwischenzeitlich schwächelt. Die Kurse gut geführter Unternehmen haben sich bisher nach jedem Abschwung wieder erholt, meist sogar schneller als erwartet. Das jüngste Beispiel: Viele Aktien stehen im Januar 2024 sehr viel besser da als im März 2020 nach dem großen Corona-Börsencrash. Der weltweite Aktienindex MSCI World liegt derzeit auf fünf Jahre gesehen 84 Prozent im Plus, auf zehn Jahre sogar 183 Prozent (Stand 5.1.2024). Von solchen langfristigen Wertentwicklungen können die meisten anderen Anlageklassen nur träumen.


Grundsätzlich gut, aber derzeit zu teuer: die Aktie des Windparkbauers Cadeler. / Foto: Cadeler

* Kaufen Sie keine überteuerten Aktien. Als Faustregel kann gelten: Ab einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20 sind Aktien nicht mehr günstig und nur dann attraktiv, wenn die Wachstumsaussichten des jeweiligen Unternehmens überdurchschnittlich gut sind. Wind- und Solaraktien waren beispielsweise in den letzten Jahren häufig zu hoch bewertet - entsprechend deutlich fielen zuletzt die Kursverluste aus. Wachstumsbranchen wie Erneuerbare Energien, die in erheblichem Maße auf Kredite angewiesen sind, haben es mittlerweile schwerer, robuste Gewinne zu zielen, weil das Zinsniveau weltweit spürbar gestiegen ist. Wenn dazu noch hohe Aktienbewertungen kommen, gibt es für Aktionäre häufig ein böses Erwachen.

* Verkaufen Sie keine Aktien, um später nach möglichen Kurseinbrüchen günstiger wieder einzusteigen. Dieses Pokerspiel funktioniert meist nicht. Denn niemand weiß, wann der ideale Zeitpunkt zum Wiedereinstieg ist. Ein extremes Beispiel dafür waren etwa die Wetten auf Leerverkäufer-Lieblinge wie Tesla oder Nvidia - ein Trend, der mittlerweile auch Grünstromaktien wie Nordex oder Encavis erfasst hat.

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