Wind- und Solarenergie wird weltweit immer günstiger, auch im Vergleich zu fossilen Energien. / Foto: Pixabay

31.05.19 Erneuerbare Energie , Meldungen

Irena: Kosten für Solaranlagen um 13 Prozent gesunken

Einem Bericht der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (Irena) zufolge sind die Kosten für neue Solaranlagen im letzten Jahr erneut deutlich gefallen. Die Agentur geht von weiteren Kostensenkungen in den nächsten Jahren aus und empfiehlt einen verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien.

In vielen Ländern sind Solar- und Windenergie bereits die günstigsten Stromquellen. Im letzten Jahr sanken die Errichtungskosten für neue Solaranlagen laut dem Irena-Bericht weltweit um durchschnittlich 13 Prozent. Die Kosten für Biomassekraftwerke gingen um 14 Prozent zurück, für Windkraftwerke an Land um 12 Prozent. Lediglich Geothermiekraftwerke und Windkraftanlagen zu Wasser wurden mit einem Kostenrückgang von 1 Prozent kaum günstiger.

Irena rechnet für die nächsten Jahre mit weiteren Kostensenkungen. Der Agentur zufolge werden weltweit etwa 80 Prozent der neuen Solarparks und mehr als 75 Prozent der neuen Windkraftanlagen, die 2020 in Betrieb genommen werden, ihren Strom zu niedrigeren Preisen produzieren als die billigsten neuen Kohle-, Öl- oder Erdgaskraftwerke. Bei günstigen Rahmenbedingungen sei es aktuell möglich, Wind- und Solarstrom zu Kosten zwischen 0,03 und 0,05 US-Dollar je Kilowattstunde zu produzieren.

Solarenergie in Indien am preiswertesten

Laut dem Irena-Bericht waren die Installationskosten für große Solaranlagen 2018 unter den G20-Staaten in Indien mit 793 US-Dollar pro Kilowatt am günstigsten. Dahinter folgten Italien (870 US-Dollar),  China (879 US-Dollar), Frankreich (1.074 US-Dollar) und Deutschland (1.113 US-Dollar).

Angesichts der nach wie vor sinkenden Errichtungskosten rechnet Irena damit, dass sich der Kostenvorteil von Erneuerbaren Energien gegenüber fossilen Energieträgern noch weiter erhöhen wird.

"Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu beschleunigen, wenn wir die Klimaziele des Pariser Abkommens erreichen wollen“, sagt Irena-Generaldirektor Francesco La Camera. "Der Bericht sendet ein klares Signal an die internationale Staatengemeinschaft: Erneuerbare Energien bieten den Ländern eine kostengünstige Klimalösung, die eine Ausweitung der Ausbaumaßnahmen ermöglicht.“

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