Produkte aus dem Sortiment von Johnson & Johnson: Der Konzern ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie. / Foto: Unternehmen

11.12.17 Aktientipps , Aktien-Favoriten , Dividendenkönige

Johnson & Johnson: Pflegeprodukte und Medikamente

"Penaten", "bebe", "o.b.", "Carefree", "Immodium" - bekannte Marken, allesamt aus einem Unternehmen: Johnson & Johnson.

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Der Medikamenten- und Drogeriebedarfshersteller, neudeutsch: Healthcare-Gigant, bietet von Augentropfen bis hin zu Wundheilmitteln an, was dem Körper gut tun soll.

Ende 2017 beschäftigte Johnson & Johnson rund 126.500 Mitarbeiter in 60 Ländern und 265 Tochter-Gesellschaften, rund 4.000 davon in Deutschland. Das Gesamtportfolio beläuft sich auf mehr als 70 verschiedene Marken und Produkte, die in der ganzen Welt vertrieben werden.

Der meiste Umsatz wird mit knapp 53 Prozent im Heimatmarkt USA erzielt. Es folgen Europa (22 Prozent), Asia-Pacific und Afrika (18 Prozent). 

Die drei Brüder Robert Wood, James Wood Johnson und Edward Mead Johnson gründeten das Unternehmen 1886 als Hersteller chirurgischer Verbandsstoffe. Ein Hurrikan in Texas und das große Erdbeben 1906 in San Francisco machten Johnson & Johnson bekannt, auch, weil das Unternehmen teilweise Hilfe gratis zur Verfügung stellte.

Die Aktie des Konzerns ist heute in vielen Investment- und Pensionsfonds enthalten.

Umsatz und Gewinn steigen stetig

Johnson & Johnson steigert seit Jahren seine Umsätze und Gewinne. Umsätze im Bereich zwischen 80,7 und 84,1 Milliarden US-Dollar - umgerechnet 68,1 und 71 Milliarden Euro - peilt der Konzern nach eigenen Angaben für die Geschäftsjahre 2018 und 2019 an.

Für 2017 rechnet Johnson & Johnson mit einen Gesamtumsatz von mehr als 76,3 Milliarden US-Dollar (knapp 64,4 Milliarden Euro). Das Ergebnis 2017 soll 27,2 Milliarden US-Dollar, das sind fast 23 Milliarden Euro, betragen.

Das Unternehmen wächst insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum, in Afrika sowie im Heimatmarkt USA mit zuletzt einstelligen Wachstumsraten. Im Heimatmarkt erzielte das Unternehmen 2016 fast 53 Prozent seiner Umsätze (asiatisch-pazifischen Raum und Afrika: 17,5 Prozent).

Johnson & Johnson hat eine Marktkapitalisierung von mehr als 376 Milliarden US-Dollar, das sind 317,2 Milliarden Euro. Der Konzern ist im US-Aktienindex S&P 500 gelistet.

Seit Anfang 2017 stieg der Aktienkurs von Johnson & Johnson um etwa 20 Prozent, ohne Einbeziehung der Dividende (Dividendenrendite 2017: 2,4 Prozent). Der Vergleichsindex S&P 500 legte im gleichen Zeitraum knapp 17 Prozent zu.

Dividende: Johnson & Johnson zählt zu den klassischen Dividendenwerten. Der Konzern schüttet ununterbrochen seit 1944 Dividenden aus. Damit zählt Johnson & Johnson zu den Dividenden-Aristokraten. Dies sind Unternehmen, die seit mindestens 25 Jahren ihre Dividende jedes Jahr gesteigert haben.

Auf das Jahr 2017 gerechnet schüttet das Unternehmen 3,36 Dollar (2,83 Euro) je Aktie. Das entspricht einer Dividendenrendite von 2,4 Prozent.

Nachhaltigkeit: Nachhaltigkeitsanalysten loben, dass der Konzern den Zugang zu HIV-Medikamenten in Entwicklungsländern verbessert. Ebenfalls punkten kann Johnson & Johnson bei der Forschung und Entwicklung zu mittlerweile vernachlässigten Tropenkrankheiten, insbesondere Tuberkulose.

Die Johnson & Johnson-Aktie ist unter anderem im Dow Jones Sustainability Index US und im FTSE For Good Global enthalten.

Einen Schatten auf Johnson & Johnson werfen einige Skandale. 2013 zahlte Johnson & Johnson 2,2 Milliarden Dollar, damit Ermittlungen der US-Arzneimittelaufsicht FDA wegen Korruption und unlauterer Werbung eingestellt werden.

K.O.-Kriterien: Es gab Vorwürfe der US-Arzneimittelbehörde wegen Bestechung und Korruption.

Johnson & Johnson Corp.: ISIN US4781601046 / WKN 853260

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