Produkte aus dem Sortiment von Johnson & Johnson: Der Konzern ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie. / Foto: Unternehmen

12.11.18 Aktientipps , Nachhaltige Aktien

Johnson & Johnson: Pflegeprodukte und Medikamente

"Penaten", "bebe", "o.b.", "Carefree", "Immodium" - bekannte Marken, allesamt aus einem Unternehmen: Johnson & Johnson. Der Medikamenten- und Drogeriebedarfshersteller, neudeutsch: Healthcare-Gigant, bietet von Augentropfen bis hin zu Wundheilmitteln an, was dem Körper gut tun soll. Johnson & Johnson gehörte lange zu den ECOreporter-Favoriten-Aktien, wird jedoch seit August 2019 nicht mehr in der Liste geführt, weil das Unternehmen in mehrere Kontroversen verstrickt ist (mehr dazu finden Sie hier).

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Im November 2018 beschäftigte Johnson & Johnson mehr als 130.000 Mitarbeiter in 60 Ländern und 265 Tochter-Gesellschaften, rund 4.000 davon in Deutschland. Das Gesamtportfolio beläuft sich auf mehr als 70 verschiedene Marken und Produkte, die in der ganzen Welt vertrieben werden.

Der meiste Umsatz wird mit knapp 52 Prozent im Heimatmarkt USA erzielt. Es folgen Europa (22,5 Prozent) und Asia-Pacific/Afrika (17,5 Prozent). 

Die drei Brüder Robert Wood, James Wood Johnson und Edward Mead Johnson gründeten das Unternehmen 1886 als Hersteller chirurgischer Verbandsstoffe. Ein Hurrikan in Texas und das große Erdbeben 1906 in San Francisco machten Johnson & Johnson bekannt, auch weil das Unternehmen teilweise Hilfe gratis zur Verfügung stellte.

Die Aktie des Konzerns ist heute in vielen Investment- und Pensionsfonds enthalten.

Umsatz und Gewinn steigen stetig

Johnson & Johnson steigert seit Jahren seine Umsätze und Gewinne. Umsätze im Bereich zwischen 80,7 und 84,1 Milliarden US-Dollar - umgerechnet 68,1 und 71 Milliarden Euro - peilt der Konzern nach eigenen Angaben für die Geschäftsjahre 2018 und 2019 an.

2017 erwirtschaftete Johnson & Johnson einen Gesamtumsatz von mehr als 76,5 Milliarden US-Dollar (67 Milliarden Euro). Das Ergebnis 2017 soll 27,2 Milliarden US-Dollar betragen, das sind fast 23 Milliarden Euro.

Das Unternehmen wächst insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum, in Afrika sowie im Heimatmarkt USA mit zuletzt einstelligen Wachstumsraten.

Johnson & Johnson hat eine Marktkapitalisierung von mehr als 397 Milliarden US-Dollar, das sind 348 Milliarden Euro. Der Konzern ist im US-Aktienindex S&P 500 gelistet.

Von November 2017 bis November 2018 stieg der Aktienkurs von Johnson & Johnson um etwa 10 Prozent. Der Vergleichsindex S&P 500 legte im gleichen Zeitraum 4 Prozent zu. Die Dividendenrendite betrug 2017 2,4 Prozent.

Dividende: Johnson & Johnson zählt zu den klassischen Dividendenwerten. Der Konzern schüttet ununterbrochen seit 1944 Dividenden aus. Damit zählt Johnson & Johnson zu den Dividenden-Aristokraten. Dies sind Unternehmen, die seit mindestens 25 Jahren ihre Dividende jedes Jahr gesteigert haben.

Auf das Jahr 2017 gerechnet schüttet das Unternehmen 3,36 Dollar (2,83 Euro) je Aktie. Das entspricht einer Dividendenrendite von 2,4 Prozent.

Nachhaltigkeit: Nachhaltigkeitsanalysten loben, dass der Konzern den Zugang zu HIV-Medikamenten in Entwicklungsländern verbessert. Ebenfalls punkten kann Johnson & Johnson bei der Forschung und Entwicklung zu mittlerweile vernachlässigten Tropenkrankheiten, insbesondere Tuberkulose.

Die Johnson & Johnson-Aktie ist unter anderem im Dow Jones Sustainability Index US und im FTSE For Good Global enthalten.

Einen Schatten auf Johnson & Johnson werfen einige Skandale. 2013 zahlte der Konzern 2,2 Milliarden Dollar, damit Ermittlungen der US-Arzneimittelaufsicht FDA wegen Korruption und unlauterer Werbung eingestellt werden. Im August 2019 ist Johnson & Johnson von einem Gericht im US-Bundesstaat Oklahoma zu einer Strafzahlung von 572 Millionen US-Dollar verurteilt worden. Der Konzern soll für Schmerzmittel geworben haben, ohne auf die hohe Suchtgefahr der Präparate hinzuweisen. Und in den USA laufen noch mehr als 14.000 Gerichtsverfahren aufgrund angeblich asbestverseuchter Johnson & Johnson-Produkte, die Krebsleiden ausgelöst haben sollen. Das Unternehmen bestreitet beide Vorwürfe und hat angekündigt, gegen das Urteil in dem Schmerzmittelprozess Berufung einzulegen

K.O.-Kriterien: Tierversuche, Vorwürfe der US-Arzneimittelbehörde wegen Bestechung und Korruption.

Johnson & Johnson Corp.:

 

Stand: 08/2019

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