In der Nordsee soll ein wichtiger Baustein für den Transport von Windstrom entstehen. / Symbolbild: Pixabay

  Erneuerbare Energie, Meldungen

Milliardenauftrag für Windplattform geht an deutsches Konsortium

Der Berliner Stromnetzbetreiber 50Hertz vergibt den Milliardenauftrag für eine Windstrom-Plattform an ein Konsortium aus deutschen Unternehmen. Es geht darum, in Windparks auf dem Meer erzeugten Strom zu transportieren.

Der Auftrag betrifft das Offshore-Netzanbindungsprojekt North Sea Connector 2, das bis Ende 2034 in Betrieb genommen werden soll. Es besteht aus einer Konverterplattform auf dem Meer und einer Station an Land. Das Projekt soll künftig bis zu 2 Gigawatt Windstrom – theoretisch genug für mehrere Millionen Haushalte – von zwei Offshore-Windparks in der Nordsee an Land und ins deutsche Netz transportieren.

Konvertersysteme wandeln den von den Windkraftanlagen auf See produzierten Wechselstrom für den Transport in Gleichstrom um. Gleichstrom hat bei langen Transportwegen deutlich geringere Verlustwerte als Wechselstrom. 

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Den Bau von North Sea Connector 2 übernehmen das Münchner Energieunternehmen Siemens Energy und Neptun Smulders Offshore Renewables – ein Gemeinschaftsunternehmen der zur Papenburger Meyer-Werft gehörenden Rostocker Neptun-Werft und des belgischen Stahlkonzerns Smulders. Der Großteil der Fertigung soll in Rostock erfolgen.

Für eine weitere Konverter-Plattform in gleicher Dimension laufen laut 50Hertz Verhandlungen mit Neptun Smulders Offshore Renewables, wie das "Handelsblatt" berichtet. Beide Projekte zusammen hätten demnach ein voraussichtliches Volumen von rund 2,5 Milliarden Euro.

Siemens Energy ist trotz seines Angebots bei Energiewende-Technologien kein nachhaltiges Unternehmen. Der Konzern baut unter anderem Gasturbinen und liefert Automatisierungs- und Netztechnik für Kernkraftwerke.

Wenn Sie mehr über lohnende Investments im Bereich Windkraft erfahren wollen, lesen Sie das zweiteilige ECOreporter-Dossier zu Windaktien.

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