Eine Studie hat 1,7 Millionen Seiten an Nachhaltigkeitsberichten der 600 größten börsennotierten Unternehmen Europas ausgewertet. / Foto: Pixabay

  Nachhaltige Aktien

Nachhaltigkeitsberichte: Studie sieht weiter klare Lücken

Laut einer neuen Studie legen Firmen zunehmend ihre Klimabilanz offen. Allerdings zeigen die Berichte laut der Untersuchung weiter deutlichen Nachholbedarf in einigen Bereichen.

Das Forschungsteam hat nach eigener Aussage Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte der 600 größten börsennotierten Unternehmen Europas aus den Jahren 2014 bis 2023 ausgewertet – insgesamt rund 9.000 PDF-Dokumente und 1,7 Millionen Seiten. Für die Auswertung kam auch KI zum Einsatz.

Strengere Vorschriften für Berichterstattung angewendet

Der Untersuchungszeitraum liegt noch vor Inkrafttreten der neuen EU-Berichtspflicht Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die Berichte entstanden überwiegend unter deren Vorgängerregelung. Die CSRD will die Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung großer Konzerne deutlich ausweiten und vereinheitlichen.

Betroffene Unternehmen müssen nach festen Standards detaillierter über Umwelt- und Klimafragen, soziale Aspekte und Unternehmensführung berichten als unter den bisherigen EU-Vorgaben. Die Forschenden orientierten sich bei der Auswertung bereits an diesen strengeren CSRD-Regelungen, um zu zeigen, wie transparent Unternehmen bereits vor den verschärften Regeln über Umwelt- und Sozialbelange sowie Fragen der Unternehmensführung (Corporate Governance) berichteten.

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