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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Orsted kann US-Windpark weiterbauen – Erfolg vor Gericht
Der dänische Energiekonzern Ørsted darf die Arbeiten an seinem Windpark Revolution Wind wieder aufnehmen. Ein US-Bundesgericht erklärte den Baustopp durch die US-Regierung für rechtswidrig. Die Ørsted-Aktie gewinnt deutlich.
Der Konzern will Revolution Wind "so bald wie möglich" weiterbauen, teilte ein Sprecher von Ørsted mit. Die US-Regierung kann gegen die Entscheidung zwar in Berufung gehen, eine einstweilige Verfügung erlaubt aber den Weiterbau schon während des laufenden Rechtsstreits.
Windpark bereits zu 80 Prozent fertig
Das Innenministerium der Vereinigten Staaten hatte den Bau des 704-Megawatt-Parks vor der Küste des Bundesstaates Rhode Island im August gestoppt – wegen nicht näher erläuterter "Sorgen um die nationale Sicherheit". Später hatte die Behörde noch erklärt, Ørsted habe Vorgaben nicht eingehalten.
Ørsted hatte gemeinsam mit seinem Partner Skyborn Renewable und zwei US-Bundesstaaten gegen die Entscheidung geklagt. Der Windpark ist schon zu 80 Prozent fertiggestellt und sollte eigentlich im kommenden Jahr in Betrieb gehen und rund 350.000 Haushalte mit Strom versorgen.
Für einen Überblick zur Windenergiebranche lesen Sie unseren zweiteiligen Überblick zu Windaktien.
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Der zuständige Richter erklärte, der Baustopp sei ein Höhepunkt der "willkürlichen und launenhaften" Entscheidungen der aktuellen US-Regierung. Ørsted habe die Erfolgsaussichten des Projekts hingegen überzeugend nachgewiesen. Die US-Regierung äußerte sich zunächst nicht zu der Entscheidung.
US-Präsident Donald Trump bekämpft seit seinem Amtsantritt Erneuerbare Energien und insbesondere Windkraft. Bereits am Tag seines Amtsantritts stoppte er per Verfügung die Vergabe neuer Genehmigungen für Windparkprojekte.
An der Börse Berlin ist die Ørsted-Aktie aktuell 12,9 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 16,11 Euro (Stand: 23.9.2025, 9:04 Uhr). Die Aktie ist letzte Woche um 44 Prozent eingebrochen, weil der Konzern eine milliardenschwere Kapitalerhöhung angekündigt hat. Auf Monatssicht ist die Aktie 37 Prozent im Minus, im Jahresvergleich büßte der Kurs 50 Prozent ein.
Potenzial trotz Problemen
Auch unabhängig von Trumps Feldzug gegen die Windenergie kämpft Ørsted wie die gesamte Offshore-Windkraftbranche mit steigenden Kosten und Verzögerungen bei Bauprojekten. Zuletzt hat das Unternehmen seine Prognose für das Geschäftsjahr 2025 leicht gesenkt.
ECOreporter sieht bei Ørsted aber trotz der aktuellen Probleme weiterhin Potenzial. Das Unternehmen schaffte 2024 die Rückkehr in die schwarzen Zahlen, verfügt weltweit über eine gute Marktposition und dürfte langfristig vom weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien profitieren. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie ist mit 5 für 2025 niedrig. Mit dem dänischen Staat hat der Konzern zudem einen wichtigen Unterstützer und Mehrheitseigner hinter sich.
Risikoaffine Anlegerinnen und Anleger mit langem Atem können nach Einschätzung von ECOreporter den Einstieg in die Aktie nach wie vor wagen, und für bestehende Aktionäre erscheint das aktuelle Kaufangebot im Rahmen der Kapitalerhöhung wegen des niedrigen Preises attraktiv. Mehr dazu lesen Sie hier.
Ørsted A/S: ISIN DK0060094928 / WKN A0NBLH
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