Der Betriebsrat von Osram Licht bezeichnet das neue Übernahmeangebot als "unrechtmäßig". / Foto: Osram Licht

12.11.19 Nachhaltige Aktien

Osram Licht empfiehlt auch zweites Übernahmeangebot von AMS

Vorstand und Aufsichtsrat von Osram Licht empfehlen das neue Übernahmeangebot von AMS. Betriebsrat und Gewerkschaften sind weiterhin gegen eine Übernahme des Münchener Beleuchtungskonzerns durch den österreichischen Chip-Hersteller.

Nachdem der erste Übernahmeversuch gescheitert war, hatte AMS vor wenigen Tagen ein neues Angebot vorgelegt (ECOreporter berichtete hier). AMS bietet erneut 41 Euro je Aktie. Dieser Preis sei angemessen, teilt jetzt Osram Licht mit. "Am wichtigsten ist, dass die Mitarbeiter an deutschen Standorten bis Ende 2022 vor fusionsbedingten Kündigungen geschützt sind", sagt der Osram Licht-Vorstandvorsitzende Olaf Berlien.

Im Aufsichtsrat stimmten fünf von sieben Mitgliedern dafür, das Angebot zu empfehlen. Betriebsrat und Gewerkschaften nennen die Offerte von AMS "unrechtmäßig“. Der Osram Licht-Betriebsrat hat eine Beschwerde gegen die Genehmigung des Angebots durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eingereicht. AMS hätte nur aufgrund einer Gesetzeslücke die zwölfmonatige Sperrfrist vor einem weiteren Übernahmeangebot umgehen können, heißt es vom Betriebsrat. Außerdem sei der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen wertlos, Planungssicherheit für die Belegschaft gebe es nicht.

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