Desino hat für seine Rollstühle den begehrten Designpreis "Red Dot Award" erhalten. / Foto: Unternehmen

04.01.19 Crowd-Investment

Seedmatch: Rollstuhl-Start-up wirbt um Investorenkapital

Statisches Sitzen ist für den Menschen ungesund. Es wurden unterschiedliche Lösungen entwickelt, um das Sitzen, etwa im Büroalltag, aktiver gestalten. Vergessen wurden allerdings Rollstuhlfahrer, für die es unmöglich ist, ihren Bewegungsapparat durch Sport oder einen kurzen Spaziergang zu entlasten.

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Die Desino GmbH hat eine Lösung parat. Das Unternehmen hat einen Rollstuhl entwickelt, der mit bewegten Sitzflächen und einem neuartigen Hebelantrieb auch Rollstuhlfahrern ermöglicht, dynamisch zu sitzen. Umsätze erzielt das in Köln ansässige Unternehmen mit dem Verkauf der eigenen Rollstühle, aber auch mit Rollstuhl-Zubehör und Rollstuhl-Bauteilen.

Desino plant, im Jahr 2018 fast 317.000 Euro an Umsatz zu erzielen. Für 2019 peilt das Start-up an, die Umsätze auf 788.000 Euro zu steigern. Die Gewinnzone soll 2020 erreicht werden.

Um die Entwicklung, den Vertrieb und die Produktion auszubauen, wirbt Desino Geld über die Crowd ein. Anleger können auf der Plattform Seedmatch (www.seedmatch.de) dem Unternehmen Kapital zur Verfügung stellen.

Das Nachrangdarlehen hat eine Laufzeit von vier Jahren. Verzinst wird es fix mit 1 Prozent pro Jahr.  Zudem erhalten Anleger jährliche gewinnabhängige Bonuszinsen in Höhe von 0,00531915 Prozent je 250 Euro Darlehensbetrag. Hinzu kommt ein weiterer Bonuszins bei Vertragslaufzeitende oder eine Exitbeteiligung, falls das Unternehmen an einen Investor verkauft werden sollte.

Bis jetzt sind 305.700 Euro an Investorenkapital an Desino geflossen (Stand: 4.1., 12:50 Uhr). Eine Beteiligung an dem Crowdinvesting-Vorhaben ist noch bis zum 21. Januar 2019 möglich.

Bei dem Crowdinvestment handelt es sich um ein patriarisches Nachrangdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt, das an die Desino GmbH vergeben wird. Falls das Unternehmen insolvent werden sollte, werden zuerst die anderen Gläubiger bedient (der Darlehensgeber wird  "nachrangig" bedient). Die Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

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