Einfach E-Mail-Adresse eintragen und auf "Abschicken" klicken - willkommen!

Straumann verlagert Produktion nach China
Der Zahnimplantate-Konzern Straumann will künftig mehr Produkte in China herstellen und baut deshalb in der heimischen Schweiz bis zu 250 Stellen ab. Wie reagiert die Aktie?
Straumann hat wie viele westliche Unternehmen das Problem, dass die chinesische Regierung ausländische Firmen benachteiligt, wenn sie nicht einen Teil ihrer Fertigung nach China verlegen. Wer nicht in dem Land produziert, kann beispielsweise von öffentlichen Ausschreibungen ausgeschlossen werden.
Über 15 Prozent des Umsatzes kommen aus China
Straumann hat deshalb mittlerweile einen Standort in Shanghai eröffnet und stellt dort Produkte für den chinesischen Markt her, in dem der Konzern mehr als 15 Prozent seines globalen Umsatzes erzielt. Weil dadurch das Werk im Schweizerischen Villeret nicht mehr ausgelastet ist, will Straumann dort bis zu 250 der über 1.000 Arbeitsplätze streichen.
Das Unternehmen versucht derzeit, sozialverträgliche Lösungen für den Stellenabbau zu finden. Zugleich sollen in Villeret in den nächsten Jahren 60 bis 80 Millionen Schweizer Franken in „fortschrittliche Technologien, die Modernisierung der Infrastruktur sowie in die Entwicklung zukunftsrelevanter Kompetenzen“ der verbliebenen Belegschaft investiert werden.
Lesen Sie auch den ECOreporter-Überblick Nachhaltige Gesundheitsaktien: Diese Medizintechnik-Aktien sind lohnende Investments.
Wie die Redaktion die Straumann-Aktie derzeit bewertet, erfahren Sie im folgenden Premium-Bereich.
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
Die Straumann-Aktie notiert heute im Tradegate-Handel 1,3 Prozent im Plus zum Vortag bei 115,35 Euro (Stand 10.6.2025, 9:30 Uhr). Der Kurs bewegt sich seit 2022 in erster Linie seitwärts, schwankt dabei aber teils deutlich. Auf zwölf Monate betrachtet hat er knapp 10 Prozent eingebüßt, auf fünf Jahre ist er 32 Prozent im Plus.
Straumann ist finanziell robust aufgestellt und erwirtschaftet solide Gewinne. Im ersten Quartal 2025 stieg der Umsatz um 10 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 681 Millionen Schweizer Franken (727 Millionen Euro), für das Gesamtjahr rechnet das Management mit leicht steigenden Gewinnen im Kerngeschäft. 2024 hatte der Nettogewinn um 2,2 Prozent auf 459 Millionen Franken (490 Millionen Euro) zugelegt.
ECOreporter sieht ordentliche Perspektiven für Straumann, der schwierige chinesische Markt und auch die derzeitigen Unwägbarkeiten im US-Geschäft sorgen jedoch für erhöhte Risiken. Vor diesem Hintergrund ist die Aktie mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2025 von 32 nicht günstig bewertet. Ein Investment für risikoaffine Anlegerinnen und Anleger mit langem Atem.
Straumann Holding AG Namensaktie: ISIN CH1175448666 / WKN A3DHHH