Jan Sobotta geht davon aus, dass auch nach einer Zinswende noch einige Jahre mit niedrigen Zinserträgen gerechnet werden muss. / Foto: Swisscanto

25.09.18 Institutionelle / Anlageprofis

Swisscanto: Hohe Akzeptanz für Responsible-Ansatz

Ein halbes Jahr nach der Einführung des nachhaltigen Responsible-Ansatzes bei den Swisscanto (LU) Portfolio Funds zieht Jan Sobotta, Leiter Sales Ausland bei Swisscanto Asset Management International S.A., ein positives Fazit.

"Die bereits investierten Anleger begrüßten die Integration dieses Filters, der die aus Nachhaltigkeitssicht 20 Prozent schlechtesten Unternehmen pro Sektor und Region ausschließt. Denn mit dieser Maßnahme vereinen die fünf neu strukturierten Mischfonds die zwei wichtigen Faktoren der Diversifikation sowie des verantwortungsbewussten Investierens. Dabei ermöglichen sie ein unverändertes Risiko/Rendite-Profil wie bereits seit 18 Jahren, als unsere ersten traditionellen Multi-Asset-Fonds lanciert wurden. Mit diesem langen wie erfolgreichen Track Record und dem neuen Ansatz wollen wir zudem neue Investoren gewinnen, die auf nachhaltige Faktoren viel Wert legen."

Responsible-Ansatz mit Ausschlusskriterien

"Mit den fünf Responsible-Mischfonds sprechen wir im Prinzip jeden Anlegertyp von geringer bis hoher Risikoneigung an“, so Sobotta. "Speziell die Varianten Relax und Select sind aufgrund der höchsten Anleihen-Anteile und geringerer Aktien-Investitionen interessante Alternativen zu den gering oder gar nicht verzinsten Sparbüchern, Festgeldern oder Geldmarktkonten. Und da die europäische Zentralbank-Politik bis ins nächste Jahr dieses für Anleger sehr negative Zinsumfeld bereithält, sollten Investoren nicht versäumen, über Mischfonds bessere Erträge zu generieren. Denn selbst wenn es in Europa zur Zinswende kommt, wird es noch zwei, drei Jahre dauern, bis Zinserträge zumindest die Inflation wieder ausgleichen können.“

In einem ersten Schritt werden bei den Responsible-Fonds von Swisscanto Ausschlusskriterien angewendet. Es geht dabei um die Vermeidung von drei globalen Risiken: anthropogener Klimawandel, Rückgang der Artenvielfalt und Gefährdung von Gesundheit und Gesellschaft. In einem zweiten Schritt kommt ein so genanntes „Laggard-Out“-Verfahren zur Anwendung - das heißt, es werden die aus Nachhaltigkeitssicht kontroversesten Unternehmen ausgeschlossen. Dies geschieht durch die systematische Berücksichtigung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG), indem die Unternehmen mit den tiefsten ESG-Bewertungen pro Sektor und Region aus dem Investitionsprozess ausgeschlossen werden.

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