Über Nachrangdarlehen der UDI-Gruppe ist unter anderem der Bau des FrankenCampus in Nürnberg finanziert worden. / Foto: Unternehmen

  Anleihen / AIF, Wachhund

te management GmbH stellt Insolvenzantrag – UDI zeigt sich überrascht

Der te management GmbH gehörte bis Oktober 2020 die Nürnberger UDI-Gruppe. Jetzt hat das Unternehmen aus Aschheim Insolvenz angemeldet. Das wirkt sich auf mehrere Finanzprodukte von te und UDI aus. Es besteht ein erhöhtes Risiko, dass Anlegerinnen und Anleger ihr über Nachrangdarlehen investiertes Kapital teilweise oder vollständig verlieren werden.

Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.

Laut mehrerer Pflichtmitteilungen von UDI an die Finanzaufsicht BaFin hat die te management GmbH am 2. Juni einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht München gestellt und UDI darüber informiert. Eine Stellungnahme von te management zu dem Insolvenzantrag liegt bislang nicht vor.

Die folgenden Emittenten-Gesellschaften der UDI-Gruppe hatten Anlegerkapital als Nachrangdarlehen an die te management GmbH und mehrere mit ihr verbundene Projektgesellschaften weitergereicht:

  • UDI Immo Sprint Festzins I GmbH & Co. KG
  • UDI Immo Sprint Festzins II GmbH & Co. KG
  • UDI Energie Festzins 13 GmbH & Co. KG
  • UDI Energie Festzins 14 GmbH & Co. KG
  • te energy Sprint I GmbH & Co. KG

UDI weist darauf hin, dass eine Insolvenz von te management die Investments von Anlegerinnen und Anlegern der fünf Emittenten-Gesellschaften gefährden kann. In den Pflichtmitteilungen an die BaFin zu den Anbietern der Nachrangdarlehen UDI Energie Festzins 13 und 14 sowie UDI Immo Sprint Festzins I heißt es: „Die ohnehin bereits bestehende Gefahr, dass es bei der Emittentin zu einem teilweisen oder vollständigen Forderungsausfall hinsichtlich der bestehenden Zins- und Rückzahlungsansprüche gegen die te management GmbH und die mit ihr verbundenen Projektgesellschaften aus den Nachrangdarlehensverträgen kommt, hat sich daher (durch den Insolvenzantrag – Anm. d. Red.) erhöht. Ein solcher Forderungsausfall hätte negative Auswirkungen auf die Liquidität der Emittentin.“

Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet dies: Kommt kein Geld mehr von te management, werden auch die Emittentinnen der Nachrangdarlehen ihre Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Anlegerinnen und Anlegern möglicherweise nicht erfüllen können – ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist nicht ausgeschlossen.

In einer Presseerklärung vom heutigen Dienstag zeigt sich UDI-Geschäftsführer Rainer Langnickel von der Entwicklung überrascht: „Dass die te management GmbH Insolvenz anmelden muss, haben wir nicht erwartet. Wir hatten noch Ende April positive Prognosen für die beiden Emittentinnen UDI Immo Sprint Festzins I und UDI Immo Sprint Festzins II erhalten.“ Langnickel will „die neue Situation nun analysieren und auch im Sinne unserer Anleger/innen alle Möglichkeiten prüfen, die Forderungen der Emittentinnen gegenüber der te management GmbH und ihren Projektgesellschaften durchzusetzen.“

In den letzten Tagen hatten sieben Unternehmen der UDI-Gruppe Insolvenz angemeldet. Mehr dazu können Sie hier lesen.

Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x