Tesla Model 3: Die Produktion des Model 3 verläuft bisher schleppend, wofür Musk Kritik einstecken musste. / Foto: Unternehmen

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Tesla plant neue Gigafactory in Shanghai

Der US-Elektroauto-Pionier Tesla plant, ein neues Batteriewerk in Shanghai zu errichten. Das hat der Autokonzern gestern auf der Aktionärsversammlung im kalifornischen Mountain View bekannt gegeben. Es handele sich dabei um die erste Gigafactory außerhalb der USA. Nach Angaben von Tesla-Verkaufschef Robin Ren seien erste Gespräche mit chinesischen Regierungsvertretern diesbezüglich "großartig" verlaufen.

Elon Musk, CEO von Tesla, äußerte, dass das Unternehmen auch Produktionsstätten außerhalb der USA benötige, um weltweit bezahlbare Autos anbieten zu können. Der Konzern werde sich bis zum Ende des Jahres auch für einen Standort für eine Batteriefabrik in Europa entscheiden, so Musk weiter. Insgesamt plant der kalifornische Elektroauto-Konzern zehn bis zwölf Batteriefabriken errichten.

Musk erhält Rückenwind von Aktionären

Auf der Hauptversammlung stärkten indes die Aktionäre Tesla-Chef Musk den Rücken. Innerhalb des Unternehmens hatte es einen Vorstoß gegeben, die Macht von Musk zu beschränken. Musk sollte der gleichzeitige Vorsitz des Verwaltungsrats als auch des Vorstandes verboten werden. Die Tesla-Aktionäre stimmten jedoch mehrheitlich gegen diesen Vorschlag. Eine weitere Initiative scheiterte ebenfalls an den Stimmrechten der Aktionäre. Drei enge Vertraute von Musk, darunter Musks Bruder Kimbal, sollten aus dem Verwaltungsrat gedrängt werden.

Zuletzt hatte Musk mit negativen Schlagzeilen zu kämpfen. Insbesondere der stockende Start der Model-3-Produktion machte dem Tesla-Chef zu schaffen. Auf Kritik reagierte Musk in letzter Zeit gereizt. Bei einer Konferenzschaltung zu den Quartalszahlen tat er Fragen von Analysten als langweilig und "uncool" ab. Auf Twitter äußerte sich der Tesla-Chef negativ über die Tesla-Berichterstattung in den Medien.

Produktionsziele für das Model 3 sollen erreicht werden

Musk hält es dennoch für "ziemlich wahrscheinlich", dass Tesla das Produktionsziel von wöchentlich 5.000 Autos vom Model 3 erreicht. Im Moment liegt die Kapazität bei 3.500 Autos pro Woche.

Gegenüber den Aktionären räumte Musk Schwierigkeiten ein und gab zu: "Wir haben viele Fehler bei der Model-3-Produktion gemacht." Doch inzwischen seien große Fortschritte gemacht worden. Tesla wolle bis Juni sein bereits mehrfach verschobenes Ziel einer wöchentlichen Produktionskapazität von 5.000 Stück schaffen. Das hatte sich der Konzern eigentlich schon für Ende 2017 vorgenommen.

Auf Jahressicht hat sich die Tesla-Aktie nicht gut entwickelt. Sie machte ein Minus von 17 Prozent. Aktuell steht die Tesla-Aktie bei 291,13 US-Dollar (5.6., Schlusskurs). Die meisten Analysten raten momentan vom Kauf der Aktie des kalifornischen Autoherstellers ab.

Tesla Inc.: ISIN US88160R1014 / WKN A1CX

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