Veolia bereitet das Wasser für den chinesischen Erdölkonzern Sinopec auf. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien

Veolia baut Wärmesparte in den USA aus

Der französische Umweltkonzern Veolia baut seine Energiesparte in den USA weiter aus. Außerdem kündigt die französische Regierung ein Wassersparprogramm an. Kann die Veolia-Aktie profitieren?

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US-Wärmesparte angeblich auf der Kippe

Veolia kauft eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in Cambridge (Massachusetts). Die Nordamerika-Tochter des französischen Konzerns übernimmt die Anlage von dem Infrastrukturfonds der US-Private-Equity-Gesellschaft I Squared Capital. Die Anlage hat eine Leistung von 225 Megawatt (MW) und liefert mehr als 90 Prozent der in den Städten Cambridge und Boston benötigten Fernwärme.

Wie ECOreporter berichtete, meldete die US-Nachrichtenagentur Bloomberg im April, dass Veolia angeblich das Energiegeschäft in den USA abstoßen wolle. Gemunkelt wurde über einen Kaufpreis von 1 Milliarde US-Dollar. Vor diesem Hintergrund verwundert der Kauf eines neuen Kraftwerks durch die französische Gesellschaft.

In Frankreich wird das Wasser knapp

Im Heimatland Frankreich zeichnet sich unterdessen eine Wasserknappheit ab. Das französische Umweltministerium veröffentlichte letzte Woche einen Bericht, wonach die Regierung plane, den Wasserverbrauch in den kommenden fünf Jahren um 10 Prozent und in den kommenden 15 Jahren um 25 Prozent zu reduzieren.

Aufgrund des Klimawandels sollen laut Studien der französischen Regierung die Wasserstände in den Flüssen des Landes auf Sicht von 25 Jahren um 10 bis 40 Prozent sinken. Um Wasser zu sparen, will Frankreich unter anderem die Abwasseraufbereitung verbessern. Bis 2025 soll die Nutzung von Regenwasser und die Aufbereitung von Industrieabwässern verdreifacht werden. Ebenso soll der Trinkwasserverbrauch in Toiletten und bei anderen Nutzungen gesenkt werden.

Veolia kann profitieren

Derzeit wird in Frankreich nur 1 Prozent des Abwassers aufbereitet. In Ländern wie Spanien und Italien werden hingegen 10 Prozent der Abwässer wieder in Trinkwasser umgewandelt. Veolia kann von den geplanten Maßnahmen profitieren. Der Konzern hat laut Geschäftsbericht 2018 fast ein Viertel seiner Umsätze im Heimatland Frankreich erzielt. Davon entfällt ein großer Teil auf das Wassergeschäft.

Die Veolia-Aktie wird an der Börse Stuttgart derzeit mit 22,35 Euro (10.7., 10:39 Uhr) gehandelt. Auf Jahressicht ist die Aktie fast 18 Prozent im Plus. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17,2 ist die Aktie angesichts der erwarteten Wachstumsmöglichkeiten günstig bewertet. ECOreporter hat das Unternehmen hier vorgestellt.

Veolia Environnement S. A.: ISIN FR0000124141 / WKN 501451

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