Solarworld-Fabrik in Freiberg (Sachsen): Von der Solarworld-Insolvenz erfuhr die Öffentlichkeit - auch ECOreporter berichtete. / Foto: Solarworld

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Verbraucherzentrale: Vorsicht am Grauen Kapitalmarkt

Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt Anleger vor den Risiken am Grauen Kapitalmarkt – insbesondere bei grünen Investments. Verbraucher, die in Anlageformen wie geschlossene Fonds, Direktinvestments oder Nachrangdarlehen investieren, müssten auch in der grünen Branche den Totalverlust ihres eingesetzten Kapitals verkraften können.

Laut einer Erhebung der Verbraucherzentrale Hamburg im Rahmen des Projekts "Gut fürs Geld, gut fürs Klima" haben in den Jahren 2012 bis Anfang 2018 über 50 Anbieter von Umweltinvestments Insolvenz angemeldet. Mehrere Milliarden Euro Anlagevermögen sind betroffen. Allerdings sind in der Liste, welche die Verbraucherzentrale dazu veröffentlicht hat, etliche Unternehmen enthalten, deren Aktien am regulierten Markt notiert waren und nicht am Grauen Kapitalmarkt.

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Von einigen Fällen wie Lignum, Solarworld, Prokon oder German Pellets erfuhr die breite Öffentlichkeit. Andere Pleiten jedoch wurden nur in ECOreporter beschrieben.

Wer am Grauen Kapitalmarkt investieren will, sollte sich gut informieren

Doch was sollten Anleger beachten, wenn Sie ein Nachrangdarlehen zeichnen oder Anteile an einem geschlossenen Fonds erwerben möchten? Auf Anfrage von ECOreporter stellt Heidi Pätzold von der Verbraucherzentrale Hamburg fest: "Wir raten nicht prinzipiell davon ab, in derartige Anlageformen zu investieren." Wenn Verbraucher ihr Geld in Nachrangdarlehen, Genussrechte oder geschlossenen Fonds investieren wollen, sollten sie sich gut informieren und sich der Risiken bewusst sein, so Pätzold.

Meist sei aber bei Verbrauchern das Bewusstsein des Totalverlustes gar nicht gegeben. "Man darf derartige Investments nicht mit Sparbüchern vergleichen. Das Geld, das man in derartige Anlagen investiert, sollte Geld sein, dessen Verlust man verkraften können sollte." Die Altersvorsorge sollte nicht in Nachrangdarlehen, geschlossenen Fonds oder anderen Grauen Kapitalmarktprodukten stecken, warnt Pätzold.

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