Einfach E-Mail-Adresse eintragen und auf "Abschicken" klicken - willkommen!

Vulcan startet Produktion von Material zur Lithiumgewinnung
Der Lithiumkonzern Vulcan Energy hat mit der kommerziellen Produktion eines selbst entwickelten Materials für die geplante Lithiumförderung begonnen. Die Herstellung des sogenannten Vulsorb in ausreichender Menge ist ein wichtiger Schritt bei den Förderplänen.
Vulcan fördert bislang noch kein Lithium im industriellen Maßstab. Aktuell befindet sich das Projekt Lionheart im Oberrheingraben im Aufbau, bei dem das Unternehmen aus dem Thermalwasser von Geothermieanlagen sogenanntes Lithiumhydroxid-Monohydrat gewinnen will. Dieses soll dann in einer Fabrik von Vulcan in Frankfurt zu batterietauglichem Lithiumhydroxid weiterverarbeitet werden.
Selbst entwickeltes Material für Lithiumförderung
Das aluminiumbasierte Material Vulsorb funktioniert innerhalb der Förderung vereinfacht ausgedrückt wie ein Schwamm, der Lithium aus Thermalwasser aufnimmt. Anschließend kann das Lithium wieder ausgelöst und weiterverarbeitet werden. Vulcan hat das selbst entwickelte Verfahren bereits mehrere Jahre in kleineren Anlagen getestet.
Die Produktion von Vulsorb übernimmt Vulcan gemeinsam mit einem europäischen Fertigungspartner, dessen Namen das Unternehmen nicht nennt. Vulcan betont allerdings, dass die Lieferkette vollständig ohne chinesische Anbieter auskommt.
In den kommenden 18 bis 24 Monaten soll nun genügend Vulsorb für die Inbetriebnahme von Lionheart hergestellt werden. Der Start der kommerziellen Lithiumproduktion ist für die zweite Jahreshälfte 2028 vorgesehen. Später soll das Material auch beim geplanten zweiten Großprojekt Ludwig zum Einsatz kommen. Vulcan erwägt zudem, seine Technologie an andere Lithiumproduzenten zu lizenzieren.
Die Vulcan-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 0,7 Prozent im Plus zum Freitag und kostet 1,38 Euro (Stand: 21.9.2026, 10:40 Uhr). Auf Monatssicht büßte die Aktie 19,9 Prozent ein, im Jahresvergleich verlor sie 35,6 Prozent an Wert.
Vulcan schreibt rote Zahlen
Die Finanzierung für Lionheart steht mittlerweile. Im ersten Halbjahr 2026 hatte Vulcan allerdings bei lediglich 2,3 Millionen Euro Umsatz einen Nettoverlust von 51,8 Millionen Euro verbucht.
Für Anlegerinnen und Anleger bleibt entscheidend, ob Vulcan das technisch bereits erprobte Verfahren wie geplant in den industriellen Maßstab übertragen und Lionheart 2028 in Betrieb nehmen kann. Wie ECOreporter die Aktie aktuell einschätzt, lesen Sie hier.
Vulcan Energy Resources: ISIN AU0000066086 / WKN A2PV3A
(Aktuelle Kursdaten zu der Aktie erhalten Sie, wenn Sie auf das Symbol hinter der WKN klicken.)