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Darum sind Dividenden keine Geschenke
Billionen Dollar schütten Unternehmen weltweit an ihre Aktionäre aus – Tendenz steigend. Doch wer glaubt, Dividenden seien ein Extra zum Kursgewinn, irrt. Im Gegenteil: Manche Ausschüttungen bremsen sogar Wachstum. Warum Dividenden für nachhaltige Anlegerinnen und Anleger trotzdem attraktiv sein können.
2,3 Billionen US-Dollar überwiesen Aktiengesellschaften im letzten Jahr an ihre Aktionäre, 5,3 Prozent mehr als 2024. Ein neuer Rekord, und es geht noch höher hinaus: Für 2026 rechnen große Finanzinstitute mit weiteren Zuwächsen um 5 bis 8 Prozent. In Deutschland dürften in diesem Jahr etwa 65 Milliarden Euro an Dividenden fließen, ein Plus von knapp 4 Prozent zu 2025.
Der Tag, an dem die Kurse fallen
Rekorddividenden machen sich hervorragend in Unternehmensmeldungen. Sie signalisieren: Bei uns läuft es, wir verdienen Geld und geben einen Teil davon an unsere Aktionäre zurück.
Allerdings haben hohe Dividenden nicht unbedingt etwas mit geschäftlichem Erfolg zu tun. Viele Firmen schütten zwar in erfolgreichen Jahren zwischen 40 und 60 Prozent ihrer Gewinne aus. Läuft es dann mal nicht so gut, wollen sie ihre Dividenden aber nicht senken, weil das den Aktienkurs drücken könnte – und manchmal auch die Vorstandsboni. Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF etwa gab 2024 mehr Geld für Dividenden aus, als er zuvor verdient hatte. Betriebswirtschaftlich sinnvoll? Eher nicht.
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