Ørsted hat im Streit um angeblich überhöhte Strompreise aus den 2000er Jahren einen wichtigen Erfolg errungen. / Foto: Ørsted

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Wichtiger Gerichtserfolg für Ørsted in Milliardenstreit

Der dänische Energiekonzern Ørsted hat einen langjährigen Rechtsstreit um möglicherweise überhöhte Strompreise gewonnen. Das dänische See- und Handelsgericht entschied in sechs Musterverfahren zugunsten des Unternehmens – für Ørsted ging es um Forderungen in Milliardenhöhe.

Im Mittelpunkt des Verfahrens steht der frühere Stromerzeuger Elsam. Das Unternehmen war Anfang der 2000er Jahre der dominierende Stromerzeuger in Westdänemark und wurde später von DONG Energy übernommen, aus dem schließlich Ørsted hervorging.

Insgesamt mehr als 1.000 Klagen

Den Klägern zufolge soll Elsam zwischen Juli 2003 und Ende 2006 seine starke Marktstellung genutzt haben, um auf dem Stromgroßhandelsmarkt überhöhte Preise durchzusetzen. In den sechs Musterverfahren wurde Schadensersatz in Höhe von bis zu 416 Millionen Dänischen Kronen (55,8 Millionen Euro) zuzüglich gesetzlicher Zinsen geltend gemacht. Einschließlich dieser Zinsen belief sich das Streitvolumen zuletzt auf rund 712 Millionen Kronen (95,5 Millionen Euro).

Allerdings geht die Bedeutung der Entscheidung deutlich über die sechs Verfahren hinaus. Diese galten als repräsentativ für insgesamt mehr als 1.000 Klagen von Unternehmen und weiteren Stromkunden. Die Forderungen aller Kläger summieren sich auf mehrere Milliarden Kronen.

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