ETFs versuchen in der Regel nicht, die Wertentwicklung eines Index zu übertreffen. / Foto: Pixabay

  Fonds / ETF

Achtung: Diese 5 ETFs sind nachhaltig, aber teuer

ETFs gelten als günstig – weil sie meist niedrige Jahresgebühren haben. Schließlich bilden sie nur einen Index ab und haben kein aktives Management. Ein aktiv gemanagter nachhaltiger Fonds verlangt von den Anlegern Gebühren von 1,5 Prozent und mehr.

Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.

ECOreporter beobachtet derzeit etwas mehr als 70 sozial-ökologisch ausgerichtete ETFs (Stand: Mai 2019). Die Liste zeigt: So ganz billig sind nicht alle. Hier sind die fünf ETFs aus der ECOreporter-Liste, die die höchsten Gebühren nehmen.

0,65 Prozent Gebühren: iShares Dow Jones Global Timber & Forestry ETF

Der iShares-ETF Dow Jones Global Timber & Forestry stammt vom weltweit größten Anbieter von ETFs, der US-Vermögensverwaltung BlackRock. Der ETF setzt auf Forstwirtschaftsunternehmen, Holzverarbeiter und Papierhersteller.

Der ETF bildet die Wertentwicklung des Basisindex, der 25 Holz-Aktien enthält, physisch replizierend ab. Das heißt: Er hält tatsächlich die Aktien, die im zugrundeliegenden Index enthalten sind.

0,6 Prozent Gebühren: Wasser-ETF von Lyxor

Der Lyxor World Water ETF bildet die Wertentwicklung der 20 größten Unternehmen des World Water CW Total Return Index ab. Der Basisindex wird von der französischen Großbank Société General erstellt und investiert in Firmen, die mehr als 40 Prozent ihres Umsatzes mit dem Wassergeschäft verdienen.

Der ETF erhebt jährliche Gebühren in Höhe von 0,6 Prozent. Der ETF bildet die Wertentwicklung des Basisindex mit Hilfe eines Tauschgeschäfts ab, eines sogenannten Swaps. Das bedeutet, dass der Partner des Tauschgeschäfts zwar die Wertentwicklung des Basisindex garantiert, der ETF aber gar nicht die Titel hält, die im Basisindex enthalten sind. Als Sicherheiten für den Partner des Tauschgeschäfts sind derzeit 140 Aktien von großen Konzernen im Portfolio des Wasser-ETFs, darunter Coca-Cola, Facebook, Danone und die Google-Mutter Alphabet.

0,6 Prozent Gebühren: iShares Dow Jones Global Sustainability Screened ETF

Der iShares Dow Jones Global Sustainability Screened ETF folgt in der Wertentwicklung dem Dow Jones Sustainability Enlarged Index. Der Index setzt auf große börsennotierte Unternehmen weltweit, wählt die Unternehmen nach dem sogenannten Best-in-Class-Prinzip aus - nimmt also nur die Nachhaltigkeitsbesten auf. Er schließt Konzerne aus, die ihr Geld mit Waffen, Tabak, Alkohol und Pornografie verdienen. Für den Basisindex sind Öl und andere Rohstoffe nicht tabu.

Die Wertentwicklung des Referenzindex bildet der iShares-ETF physisch replizierend ab. Insgesamt investiert der ETF in über 500 Unternehmen, darunter auch in den Nahrungsmittelgiganten Nestlé, die Ölförderer Shell und Total sowie den Bergbaukonzern Rio Tinto.

0,50 Prozent Gebühren: Japan-ETF mit zahlreichen Ausschlusskriterien

Der ETF der Schweizer Fondsgesellschaft UBS bildet die Wertentwicklung des Index MSCI Japan Socially Responsible ab. Der Index hält Aktien von 66 mittelgroßen und großen japanischen Firmen. Der Basisindex hat Ausschlusskriterien: Tabak, Waffen, Alkohol, Thermalkohle und Ölförderung aus Ölsanden. Außerdem sind  Unternehmen auf der Ausschlussliste, die die Prinzipien des UN Global Compact missachten.

Zu den größten Positionen des ETFs gehören der Autobauer Honda, der Unterhaltungsgeräte-Hersteller Sony und der Klimaanlagenhersteller Daikin. Mit Inpex ist ein Ölkonzern im Portfolio.

0,48 Prozent Gebühren: UBS-ETF auf weltweite Aktien

Der UBS-ETF legt in den MSCI All Countries World ESG Universal Index an, die nachhaltige Variante des MSCI All Countries World Index. Der Basisindex schließt aus dem nicht-nachhaltigen Referenzindex das Viertel derjenigen Unternehmen aus, deren Nachhaltigkeit als am geringsten entwickelt gilt.Der ETF hält über 2.000 Aktientitel. Vertreten sind auch Fluggesellschaften, Öl-, Gas- und Rohstoffkonzerne sowie McDonald’s und Coca-Cola.

Verwandte Artikel

13.05.19
 >
08.10.18
 >
13.08.18
 >
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x