Finanzprofis prognostizieren trotz der aktuell angespannten Weltlage deutlich steigende Börsenkurse und attraktive Renditen. / Foto: Pixabay

  Nachhaltige Aktien, Anleihen / AIF

Aktien, Anleihen, Gold: Profi-Investoren erwarten höhere Renditen

7,6 Prozent Rendite pro Jahr in den nächsten 10 bis 15 Jahren – damit rechnen Finanzexperten bei Aktien großer Unternehmen aus der Eurozone. Auch in anderen Segmenten seien attraktive Zuwächse zu erwarten.

Die Analysten des US-Vermögensverwalters J.P. Morgan Asset Management listen in ihrem aktuellen Kapitalmarktausblick unter anderem die folgenden jährlichen Renditeerwartungen auf Euro-Basis für einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren auf (in Klammern die Prognosezahlen aus dem Vorjahr):

  • Aktien Eurozone Kleinwerte: 7,4 % (7,8 %)
  • Aktien Eurozone Großkonzerne: 7,6 % (7,2 %)
  • Aktien Schwellenländer: 6,6 % (7,2 %)
  • Aktien USA Großkonzerne: 7,0 % (6,1 %)
  • Aktien Japan: 8,6 % (8,2 %)
  • Aktien weltweit: 7,0 % (6,4 %)
  • Unternehmensanleihen in Euro (risikoreiche Papiere): 5,9 % (5,3 %)
  • Unternehmensanleihen in Euro (risikoarme Papiere): 4,6 % (4,0 %)
  • Staatsanleihen Schwellenländer: 6,0 % (5,5 %)
  • Staatsanleihen in Euro: 4,2 % (3,4 %)
  • Gold: 5,0 % (4,9 %)
  • Immobilien Kerneuropa: 6,6 % (6,3 %)

Für viele Anlagesegmente ist J.P. Morgan in diesem Jahr optimistischer geworden. Ein Standardportfolio aus 60 Prozent globalen Aktien und 40 Prozent globalen Staatsanleihen hat laut dem Vermögensverwalter Aussichten auf eine durchschnittliche Jahresrendite von 6,2 Prozent in den nächsten 10 bis 15 Jahren. 2025 hatte J.P. Morgan für ein solches Portfolio noch eine durchschnittliche Rendite von 5,3 Prozent prognostiziert. Das Finanzhaus unterscheidet bei seinen Prognosen nicht nach nachhaltigen und herkömmlichen Investments.

Als Grund für die positiveren Aussichten nannte J.P. Morgan gegenüber dem „Handelsblatt“ ein höheres erwartetes Wirtschaftswachstum in den Industrieländern. Dieses werde von hohen Investitionen getrieben, etwa in KI, Sicherheit und Infrastruktur.

Die Analysten gehen zwar davon aus, dass es in den nächsten Jahren Krisen geben wird, ausgelöst beispielsweise durch eine platzende KI-Blase oder die stark steigende Staatsverschuldung. „Die Risiken werden aber in den Prognosen berücksichtigt und ändern unsere Renditeprognosen nicht. Rückschläge an den Märkten werden auf kurze oder zumindest mittlere Sicht auch wieder aufgeholt“, sagte der J.P. Morgan-Kapitalmarktstratege Tilmann Galler gegenüber dem „Handelsblatt“.

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