Edda Schröder ist Gründerin und Geschäftsführerin von Invest in Visions. / Foto: Invest in Visions

29.01.20 Meldungen , Finanzdienstleister , Interview

"Aufstehen, Krone richten, weitermachen" – Interview mit Edda Schröder

Wie ticken die Leute hinter den Kulissen der nachhaltigen Geldanlage? Heute antwortet Edda Schröder, Gründerin und Geschäftsführerin der Invest in Visions GmbH aus Frankfurt am Main.

Um Zahlen, Kurse und Renditen dreht sich vieles in der nachhaltigen Geldanlage. Aber was sind das eigentlich für Menschen, die in den Anlageberatungen, in grünen Banken, Emissionshäusern oder Versicherungen arbeiten?

Um das herauszufinden, stellt ECOreporter ihnen jeweils 6 aus insgesamt 49 Fragen – mal witzig, mal ernster. Diesmal antwortet Edda Schröder. Sie gründete 2006 die Invest in Visions GmbH und brachte 2011 den ersten Mikrofinanzfonds auf den Markt, in den auch deutsche Privatanleger investieren können.

 

1. Sehr geehrte Frau Schröder, was lernt man durchs Scheitern?

Aufstehen, Krone richten, weitermachen. Man findet dieses Motto mittlerweile auf Postkarten. Aber ich empfinde es wirklich so: Jedes sogenannte Scheitern ist ein wichtiger Schritt  in Richtung Zukunft – zumindest wenn man sich nicht unterkriegen lässt, aufsteht und daraus lernt. Das alte Sprichwort "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen" trifft nach wie vor zu. Außerdem: Ständig zu lernen und sich weiterzuentwickeln, empfinde ich als etwas sehr Positives.

 

2. Das netteste Lob eines Kunden?

"Sie leben und lieben, was Sie tun, Sie sind authentisch und stehen mit Herzblut hinter dem Thema."

 

3. Welches halten Sie für das wichtigste UN-Nachhaltigkeitsziel? Und wieso?

Alle UN-Nachhaltigkeitsziele (englisch: Sustainable Development Goals, kurz: SDGs - Anm. d. Red.) sind gleich wichtig. Nur wenn sie alle gleichzeitig verfolgt werden, kann etwas in der Welt nachhaltig verändert werden. Dennoch fokussieren auch wir uns auf einzelne Ziele, und zwar auf SDG 4 (Bildung), SDG 6 (Wasser), SDG 7 (Energie) und natürlich auf das SDG 1: die Armut zu beenden. Das SDG 1 verfolgen wir vor allem mit unserem IIV Mikrofinanzfonds.

 

4. Die längste Fahrradtour, die Sie je gemacht haben?

Die längste und mit den meisten Höhenmetern war in den Pyrenäen.

 

5. Geht es im Leben immer nur um Geld, Geld, Geld?

Ich bin davon überzeugt, dass es Wichtigeres im Leben gibt – privat wie auch beruflich. Sonst wäre ich den Schritt in die Selbständigkeit wahrscheinlich nicht gegangen. Auch bei den Anlageentscheidungen der Investoren spielt Wirkung, also Impact, eine immer größere Rolle. Die UN-Nachhaltigkeitsziele sind hier eine hervorragende Orientierung.

 

6. Ihr nächster Termin?

Ich komme gerade aus Kenia, wo ich verschiedene Projekte im Solarbereich, Mikrofinanzinstitute und Endkreditnehmer besucht habe. Das war sehr spannend und eine Bestätigung unserer Arbeit. Als nächstes geht es für mich in die Mongolei und voraussichtlich nach China.

 

Frau Schröder, wir danken Ihnen für Ihre Antworten!

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