BaumInvest forstet Mischwälder in Costa Rica auf. / Foto: Unternehmen

01.03.19 Anleihen / AIF

BaumInvest: Ein Hurrikan und Beteiligungsoptionen (Interview Teil 2)

Die drei Fonds BaumInvest I bis III sind zur BaumInvest AG verschmolzen. Mehr als 2.000 Anleger mit insgesamt rund 30 Millionen Euro Kapital sind davon betroffen.

Gestern hat ECOreporter im ersten Teil des Interviews Leo Pröstler, Gründer der Initiatorin Querdenker GmbH und Vorstand der  BaumInvest AG, und seinen Vorstandskollegen Heiko Rock nach den Gründen für diesen Schritt befragt (den Artikel finden Sie hier).

Heute erfahren Sie im zweiten Teil des Interviews unter anderem, ob zukünftig neue Beteiligungsmöglichkeiten geplant sind, wie die Aufforstungsphase verlaufen ist und ob die Bäume den Hurrikan Otto gut überstanden haben.

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Heiko Rock (links) und Leo Pröstler sind die Vorstände der BaumInvest AG. / Foto: Unternehmen

ECOreporter: Ist es geplant oder grundsätzlich möglich, dass die BaumInvest AG künftig Kapitalerhöhungen durchführt, um weiteren Anleger eine Beteiligung in die BaumInvest AG zu ermöglichen?

Leo Pröstler: Ja, das ist grundsätzlich möglich und auch in Zukunft geplant.

Die Flächen der drei zwischen 2007 und 2011 gegründeten BaumInvest-Gesellschaften sind seit mehreren Jahren aufgeforstet. Wie ist das Ergebnis der "Aufforstungsphase“?

Heiko Rock: Im Rahmen der Umwandlung und Verschmelzung wurden in einem sehr intensiven Verfahren die Unternehmenswerte der einzelnen BaumInvest-Fonds bewertet und dabei auch zentral das Holzwachstum überprüft. Hierbei wurde deutlich, dass die Bäume im Rahmen der Prognose, einzelne Baumarten sogar darüber hinaus gewachsen sind. Die Aufforstungsphase ist damit erfolgreich zu Ende gegangen.

Wie verläuft die "Waldpflege-Phase“?

Leo Pröstler: Die nun kommende "Waldpflege-Phase“ wird in Zusammenarbeit und im Austausch mit verschiedenen Forschungseinrichtungen hin zur "Erntephase" weiter entwickelt. Den ersten Schritt bildet dabei ein Managementsystem zur Bewirtschaftung von tropischen Mischaufforstungen mit heimischen Baumarten, bei dem wir mit der Universität Freiburg kooperieren. Finanziert wird das Projekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Somit wird der Fokus auf eine nachhaltige Forstwirtschaft gelegt, in welcher Durchforstungen und Neupflanzungen sowie die optimalen Erntezeitpunkte der einzelnen Hölzer im Zentrum stehen. Bei 1.500 Hektar und insgesamt über 20 einheimischen Baumarten ist dies ein spannendes Projekt.

Gab es Ereignisse oder Entwicklungen, die erhebliche Auswirkungen auf die Investitionen haben/hatten? Beispielsweise Wirbelstürme oder Schädlingsbefall größerer Aufforstungsflächen?

Leo Pröstler: Im November 2016 ist erstmals seit Beginn der Wetteraufzeichnung ein Hurrikan ("Otto") auf Costa Rica getroffen. Dieser hat im Norden erheblichen Schaden angerichtet. Zu unserer großen Freude sind unsere Wälder jedoch nicht ernsthaft beeinträchtigt worden. Insgesamt hat sich unser Sicherheitskonzept mit einer bewussten Risikoverteilung auf mehrere sorgfältig ausgewählte, geographisch getrennte Standorte bei allen drei BaumInvest-Fonds bewährt. Auch die Entscheidung für eine konsequente Mischwaldaufforstung mit insgesamt über 20 verschiedenen heimischen Baumarten hat wohl schlimmere Folgen verhindert. Die komplexe Bestandsstruktur, bestehend aus mehreren standortangepassten Baumarten mit unterschiedlich schnellem Wachstum, bietet Sturm, Regen und auch Schädlingen geringere Angriffsflächen als beispielsweise eine Monokulturplantage.

Die BaumInvest AG plant, ihre Geschäftstätigkeit auf neue Geschäftsfelder zu erweitern. Um welche Geschäftsfelder handelt es sich dabei?

Heiko Rock: Die BaumInvest AG möchte zusätzliche Flächen aufforsten und auch strategisch in die Wertschöpfungskette Holz investieren. Außerdem möchte die BaumInvest AG sich noch stärker im Bereich Wissenschaft und Forschung betätigen und das in den bisherigen zehn Jahren gesammelte Know-how für sich nutzbar machen. Wie genau dies aussehen wird und um welche konkreten Geschäftsfelder und Projekte es sich dabei handeln wird, werden wir kommunizieren, wenn es soweit ist.

Herr Pröstler und Herr Rock, danke für die Antworten!

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