Die Sto-Aktie hatte auf die neue Prognose mit einem deutlichen Kurssprung reagiert. / Foto: Unternehmen

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Baustoffkonzern Sto macht mehr Umsatz – positive Prognose bestätigt

Der Sto-Konzern hat auch im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2020 unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie gelitten. Dennoch konnte das Unternehmen in den ersten neun Monaten ein leichtes Wachstum verzeichnen. Die bereits nach oben korrigierte Prognose für das Gesamtjahr bestätigt Sto.

Gegenüber der Vorjahresperiode steigerte Sto demnach den Umsatz um 1,4 Prozent auf 1,08 Milliarden Euro. Dabei wurden auch negative Währungsumrechnungseffekte kompensiert. Bereinigt um diese Einflüsse sowie den Effekt aus der zum 31. Dezember 2019 erfolgten Veräußerung des Geschäftsbetriebs der Sto BTV GmbH (ehemals VeroStone GmbH) erhöhte sich der Konzernumsatz gegenüber der Vorjahresperiode leicht um 0,3 Prozent.

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Einen spürbaren Anstieg verzeichnete der Sto-Konzern in Deutschland, wofür sich insbesondere die guten Wetterbedingungen zu Beginn des Jahres und die erstmalige Konsolidierung der VIACOR Polymer GmbH positiv auswirkten. Im Ausland liefen die Geschäfte dafür etwas schlechter. Konzernweit waren Sto-Gesellschaften, die vornehmlich Geschäfte mit Bauherren aus der Industrie tätigen, von der konjunkturellen Abschwächung betroffen, beispielsweise im Produktbereich Industrieböden.

Im Oktober blieb die Umsatzentwicklung im Sto-Konzern überraschend deutlich hinter den Erwartungen zurück und erreichte lediglich knapp das Vorjahresniveau. Dabei machten sich auch die Auswirkungen der neuen Corona-Welle bemerkbar, die in zahlreichen Regionen wieder zu Beeinträchtigungen führten.

Prognose lässt Aktie steigen

Der Konzern verweist auf eine „sehr solide“ Vermögens- und Finanzlage. Von der Teilziehung eines Konsortialkredits in Höhe von 80 Millionen Euro, die Sto im ersten Halbjahr angesichts möglicher Risiken aus der Corona-Pandemie vorsorglich zur Liquiditätsabsicherung in Anspruch nahm, wurden laut Konzern 40 Millionen Euro am 31. August zurückgezahlt. Der Restbetrag soll Ende November fristgerecht beglichen werden.

Seine am 5. November per Ad-hoc-Mitteilung geänderte Prognose bestätigte der Konzern – demnach soll der Umsatz höher liegen als 2019, allerdings leicht unter den bisherigen Erwartungen. Grund dafür sind Auswirkungen der Corona-Pandemie. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern und das Ergebnis vor Steuern sollen allerdings deutlich höher ausfallen, sowohl gegenüber dem Vorjahr als auch den bisherigen Erwartungen. Unsicherheiten sieht Sto vor allem wegen möglicher Auswirkungen schlechter Witterungsbedingungen und durch die Corona-Krise.

Die Sto-Aktie hatte nach der Nachricht über die geänderte Prognose mit einem deutlichen Kurssprung reagiert, nach Veröffentlichung der Zahlen zum Ende vergangener Woche zeigte sich der Kurs nun kaum bewegt. Aktuell liegt die Aktie im Handel in Frankfurt bei 120,80 Euro und damit 0,7 Prozent im Plus zum Vortag (Stand: 23.11.2020, 8:03 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 3,5 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 13,2 Prozent an Wert gewonnen.

Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2020 von 11 ist die Sto-Aktie derzeit günstig bewertet, aufgrund der unklaren Zukunftsaussichten ist sie allerdings ein riskantes Investment. Was nachhaltige Anlegerinnen und Anleger in der Corona-Krise beachten sollten, können Sie hier lesen. Die 10 besten Tipps für eine erfolgreiche nachhaltige Geldanlage finden Sie hier.

Sto SE & Co. KGaA:  ISIN DE0007274136 / WKN 727413

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