Die Biomasseverbrennungsanlage der Zuckermühle in Lajas ist veraltet und soll ersetzt werden. / Foto: Prolignis

  Crowd-Investment

Bettervest: Neues Crowd-Investment in Kuba mit 7 % Zinsen

Der Projektentwickler Prolignis aus Ingolstadt und der Kieler Anlagenbauer LAWI wollen ein Biomasseheizkraftwerk (BMHKW) in Kuba bauen und werben für die Projektentwicklung Geld über die Crowd ein.

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Das BMHKW soll die veraltete Biomasseverbrennungsanlage einer Zuckermühle in der Stadt Lajas ca. 250 Kilometer südöstlich von Havanna ersetzen. Als Treibstoff für das neue BMHKW dienen Bioabfälle. Während der Erntezeit des Zuckerrohrs werden die bei der Produktion des Zuckers anfallenden Zuckerrohr-Reststoffe verwendet. In der Zwischensaison können Abfälle aus der Landwirtschaft sowie Haushaltsmüll als Brennstoff eingesetzt werden. Somit entsteht über das ganze Jahr hinweg ein ressourcenschonender Kreislauf, der eine nachhaltige, emissionsarme Energieerzeugung aus biogenen Reststoffen sowie eine Wiederverwertung der anfallenden Asche miteinschließt. 

Momentan sammelt Prolignis Energie Consulting über eine Crowd-Invest-Kampagne auf der Plattform Bettervest (www.bettervest.de) Kapital ein, um die aufwendige Entwicklung des Bauprojekts finanzieren zu können. Der Bau selbst ist nicht Bestandteil der Kampagne. Prolignis geht davon aus, dass der kubanische Staat sich an der noch zu gründenden Projektgesellschaft für den Bau und Betrieb des Kraftwerks beteiligen wird.

Beteiligung ab 50 Euro möglich

Anleger können ab 50 Euro in das Projekt investieren. Das Nachrangdarlehen läuft drei Jahre und wird mit jährlich 7 Prozent verzinst. Die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals erfolgt im letzten Jahr, die Zinsen werden jährlich überwiesen.

Die Funding-Schwelle, ab der das Projekt realisiert werden kann, liegt bei 250.000 Euro, das Funding-Limit bei 560.250 Euro. Bislang wurden 37.100 Euro eingesammelt (13.9., 11:30 Uhr). Die Kampagne läuft noch 109 Tage.

Bei dem Crowd-Investment handelt es sich um ein Nachrangdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt, das an die Prolignis Energie Consulting GmbH vergeben wird. Falls das Unternehmen insolvent werden sollte, werden zuerst die anderen Gläubiger bedient (der Darlehensgeber wird "nachrangig" bedient). Die Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

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