In Befandriana gibt es keine zuverlässige Stromversorgung. / Foto: Bettervest

14.10.19 Crowd-Investment

Bettervest: Neues Solar-Crowdinvesting in Madagaskar mit 6 % Zins

Im Dorf Befandriana, im Südwesten von Madagaskar, wird Strom immer noch mit Dieselgeneratoren erzeugt. Die Bewohner müssen bei einbrechender Dunkelheit auf Kerzen oder Petroleumlampen zurückgreifen. Nicht nur die Lebensqualität der Bewohner des Dorfes wird durch die schlechte Stromversorgung eingeschränkt. Auch die wirtschaftliche und soziale Entwicklung leidet darunter.

Die Autarsys Madagascar SARL möchte die Situation verbessern und ein solares Minigrid in dem Dorf installieren. Anleger können das Vorhaben auf dem Portal Bettervest (www.bettervest.com) unterstützen und ein entsprechendes Nachrangdarlehen zeichnen. Es winkt eine Verzinsung von 6 Prozent pro Jahr, bei einer Laufzeit von 8 Jahren. Die Mindestinvestitionssumme sind 50 Euro. Ein ECOreporter-Porträt der Crowd-Plattform finden Sie hier.

Die Funding-Schwelle, ab der das Projekt realisiert wird, liegt bei 65.800 Euro, das Funding-Limit bei 75.800 Euro. Bislang wurden 9.950 Euro von Investoren eingesammelt (11.10., 13:56 Uhr).

Die Investorengelder fließen an die Berliner Zweckgesellschaft Noucon II UG, eine Tochter von Autarsys, die das Geld als Kredit an das lokale Unternehmen Autarsys Madagascar weiterleitet. Die Zinszahlungen werden aus den Einnahmen des Stromverkaufs bedient.

Da es sich um eine Investition in ein Entwicklungsland handelt, sollten Anleger die Länderrisiken beachten. Euler Hermes bewertet das Risiko der Nicht-Zahlung von madagassischen Unternehmen als hoch (Bewertung D auf einer Skala von AA bis D). Die OECD klassifiziert das allgemeine Länderrisiko Madagaskars auf einer Skala von 0 (geringes Risiko) bis 7 (hohes Risiko) mit 7.

Bei dem Crowd-Investment handelt es sich um ein Nachrangdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt, das an die Noucon II UG vergeben wird. Falls das Unternehmen insolvent werden sollte, werden zuerst die anderen Gläubiger bedient (der Darlehensgeber wird "nachrangig" bedient). Die Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

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