Breit gestreute Indizes entwickeln sich meist besser als Indizes, die auf spezielle Branchen setzen. / Foto: Fotolia, Dan Race

05.04.19 Aktientipps , Meldungen , Fonds / ETF

Bis zu 50 Prozent Plus: Was Spezial-Indizes anzeigen

Wie gut sind Erneuerbare-Energie-Aktien? Vegane Aktien? Elektromobilitäts-Aktien? Aktien von Unternehmen, denen die Gleichstellung von Mann und Frau wichtig ist? ECOreporter stellt Börsenindizes vor, die auf bestimmte Segmente des Aktienmarkts setzen. Die meisten Spezial-Indizes entwickeln sich ordentlich - einige fallen ab.

Spezial-Börsenindizes zeigen die Entwicklung einer bestimmten Branche oder eines Segments. Hier sind Beispiele - geordnet nach der Wertentwicklung in den letzten zwölf Monaten.

RENIXX: Erneuerbare-Energien-Index seit 2006

Der Renewable Energy Industrial World Index (RENIXX) ist ein Index auf Erneuerbare-Energien-Unternehmen. Das Internationale Wirtschaftsforum für Regenerative Energien (IWR) in Münster hat ihn 2006 aufgelegt. Der Index enthält 30 Aktientitel und hat zahlreiche Auflagen. Aufgenommen werden nur Unternehmen, die mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes mit regenerativer Energie erzielen. Dabei darf nicht mehr als Hälfte der Firmen im RENIXX zum selben Sektor gehören, also etwa zur Photovoltaik-, Wasser- oder Windkraftbranche. Brennstoffzellen-Produzenten, Elektromobilitätsunternehmen und Versorger sollen zusammen nicht mehr als ein Drittel im Index ausmachen. Ausgeschlossen sind Unternehmen, die sich mehrheitlich in Staatshand befinden.

Die drei größten Positionen im Index sind derzeit der Windradbauer Vestas, der E-Auto-Konzern Tesla und der dänische Versorger Orsted. Sie haben derzeit jeweils eine Gewichtung von zehn Prozent. Der Index hat in den letzten zwölf Monaten 14,74 Prozent im Kurs zugelegt (Stichtag: 4.4.2019). Auf Sicht von fünf Jahren beträgt der Kurszuwachs 34,50 Prozent. Der RENIXX ist ein reiner Kursindex und berücksichtigt nicht die ausgeschütteten Dividenden.

In Gleichstellung investieren:  Solactive Global Gender Equality Index

Der Solactive Global Gender Equality Index setzt insbesondere auf Unternehmen, die die Gleichstellung der Geschlechter ernst nehmen. Die Unternehmen im Index müssen vor allem zahlenmäßig ein ausgewogenes Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Mitarbeitern aufweisen - auch in Führungspositionen - und beide Geschlechter gleich gut bezahlen. Neben herkömmlichen Nachhaltigkeitskriterien wie dem Ausschluss von Rüstung, Glücksspiel und Tabak müssen die Unternehmen zahlreiche weitere Auflagen erfüllen, etwa für eine ausgewogene Work-Life-Balance sorgen, die Mitarbeiter weiterbilden und ihnen eine Elternzeit gewähren. Nicht bedacht ist das Divers-Geschlecht, das immerhin ja schon im deutschen Recht verankert ist.

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