Kohlebagger von RWE: BNP Paribas folgt mit dem Kohleausstieg zahlreichen weiteren Vermögensverwaltern. / Foto: Pixabay

15.03.19 Meldungen , Finanzdienstleister

BNP Paribas will bis 2020 Kohleinvestments abstoßen

Die französische Bank BNP Paribas will aus ihren Kohleinvestments aussteigen. Bis 2020 sollen die Investitionen in Kohleunternehmen abgestoßen werden, wenn die Unternehmen sich nicht klimafreundlicher aufstellen, heißt es von der Großbank.

BNP Paribas gibt bekannt, aus ihren Kohleinvestments aussteigen zu wollen. Bis 2020 sollen alle Wertpapiere von Firmen abgestoßen werden, die mehr als 10 Prozent ihrer Umsätze mit der Förderung von Thermalkohle erzielen oder für mehr als 1 Prozent der weltweiten Kohleförderung verantwortlich sind.

Auch in Versorger will die französische Bank nicht mehr investieren, wenn sie mehr als 491 Gramm CO2 pro Kilowatt-Stunde (kWh) Strom ausstoßen - dem Durchschnittswert für Energieversorger vom Jahr 2017. Die Bank möchte darauf hinwirken, dass Energieunternehmen ihre CO2-Emissionen von 2020 bis 2025 bis zur Zielmarke des Pariser Klimaabkommens von 327 Gramm CO2 pro kWh Strom zurückschrauben.

Dennoch wolle die Großbank Ausnahmen machen. Wenn sich ein Unternehmen insgesamt klimafreundlicher aufstelle und dennoch Kohle fördere, würde BNP Paribas auch über 2020 hinaus eine Investition in Erwägung ziehen, heißt es von der französischen Bank. BNP Paribas verwaltet derzeit 399 Milliarden Euro an Kundengeldern.

Verwandte Artikel

11.03.19
Niederländische Fondsgesellschaften wollen Palmölindustrie nachhaltiger machen
 >
20.02.19
Rohstoff-Gigant Glencore will Kohle-Förderung nicht weiter ausweiten
 >
21.08.18
BNP Paribas fordert: Mehr Transparanz für Green Bonds
 >
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x