Solardachziegel: Die Stimmung in der deutschen Solar-Branche bessert sich. / Foto: Unternehmen

  Erneuerbare Energie, Meldungen

Bundesverband Solarenergie meldet gute Branchenstimmung

Laut dem Bundesverband für Solarwirtschaft (BSW) herrscht in der deutschen Solarbranche wieder eine sonnigere Stimmung. Die Ankündigungen der Bundesregierung, die Solarenergie zügiger auszubauen, lassen die Erwartungen der Branche steigen.

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Der BSW erwartet eine schnelle Anhebung der Photovoltaik-Ausbauziele im Erneuerbare-Energien-Gesetz. Auch die wirtschaftlichen Erwartungen der Solarunternehmen sind hoch. Das spiegelt sich im Geschäftsklimaindex Photovoltaik wider, den der Verband regelmäßig veröffentlicht. "Die vom Bundeskabinett im Klimaschutzpaket beschlossene Abschaffung des 52-Gigawatt-Förderdeckels sorgt für Zuversicht. Die Unternehmen verlassen sich darauf, dass die Marktöffnung für Solardächer wie versprochen noch in diesem Jahr erfolgt," sagt BSW-Chef Carsten Körnig.

Die Bundesregierung hatte im Rahmen des Klimaschutzprogramms beschlossen, bis zum Jahr 2030 die installierte Photovoltaik-Leistung auf rund 100 Gigawatt zu verdoppeln. Nach Auffassung des Branchenverbandes und von Marktforschern sollte diese Marke bereits 2025 erreicht werden. Nur so könne eine Stromerzeugungslücke infolge des Atom- und Kohleausstiegs vermieden werden, ohne die Klimaschutzziele zu verfehlen. Solartechnik genießt in der Bevölkerung laut BSW eine hohe Akzeptanz und ist inzwischen sehr preiswert geworden.

Der BSW hat konkrete Forderungen an die Bundesregierung. Beispielsweise müsse die anteilige EEG-Umlage auf selbst verbrauchten oder direkt belieferten Solarstrom für Miet- und Gewerbequartiere gestrichen werden. "Die Diskriminierung von Photovoltaik-Selbst- und Direktversorgern muss beendet werden", sagt BSW-Geschäftsführer Körnig.

Die Klimaschutzpläne der Regierung sorgen auch im Bereich der Solarwärme für Optimismus. "Wichtig ist auch hier, Ankündigungen wie zum Beispiel die Abwrackprämie für Ölheizungen oder die steuerliche Förderung von Solarheizungen schnell umzusetzen, damit geplante Investitionen nicht hinausgezögert werden“, so Körnig. "Es ist höchste Zeit, dass auch in den Wärmesektor mehr Modernisierungsdynamik kommt und das große Potenzial der Solarthermie in der Raum-, Prozess- und Fernwärme deutlich stärker genutzt wird."

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