Die Aktie der Wechselrichterherstellers Enphase Energy hat von Ende September bis Ende Oktober gut 13 Prozent an Wert gewonnen. / Foto: Unternehmen

30.10.19 Aktientipps , Nachhaltige Aktien , Aktien-Favoriten

Nachhaltig investieren: Düstere Zeiten für Solaraktien

Im letzten Monat legten nur wenige Solaraktien eine passable Wertentwicklung hin. Wo lohnt sich aktuell noch der Einstieg, und von welchen Aktien sollte man besser die Finger lassen?

Die jüngsten Kursentwicklungen der Solaraktien zeichnen kein sonniges Bild: Von Ende September bis Ende Oktober haben nur wenige Aktien aus der Solarbranche an Wert gewonnen. Besonders schlecht schnitten die Modulhersteller ab. Aktien von Unternehmen wie JinkoSolar, Canadian Solar und SunPower sackten teilweise um 20 Prozent ab. Obwohl der weltweite Solarkraftausbau immer mehr an Fahrt gewinnt, profitiert nicht jede Aktie.

Die Gewinner

Enphase Energy: Kursverluste wieder aufgeholt

Anfang September ging es mit der Enphase Energy-Aktie stark bergab. Anleger rechneten damit, dass das US-Energietechnikunternehmen Generac Holdings neu in den Wechselrichtermarkt einsteigt und Enphase Energy, SolarEdge und anderen Konkurrenten Marktanteile abjagt.

Unter Anlegern hat sich die Stimmung mittlerweile wieder ein wenig aufgehellt. Die Enphase Energy-Aktie hat seit Ende September ein Plus von 13,2 Prozent gemacht. Am 28. Oktober meldete das Unternehmen, ein neues Mikrowechselrichtermodell auf den Markt gebracht zu haben, das die Solarstromausbeute um 14 Prozent erhöhen soll.

Experten rechnen mit starken Umsatz- und Gewinnsteigerungen in den kommenden Geschäftsjahren. Das erklärt auch die hohe Bewertung der Aktie mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2019 von 34,24. Bereits investierte Anleger sollten ihre Gewinne laufen lassen. Neueinsteiger, die ein Langfristinvestment suchen, sollten die Aktie beobachten – der nächste Kursrücksetzer kommt bestimmt.

SolarEdge: Gemischte Zahlen, gute Aussichten

Die SolarEdge-Aktie hat in den letzten vier Wochen 12 Prozent an Wert gewonnen – etwas weniger als der Konkurrent Enphase Energy. Das israelische Unternehmen klagt derzeit gegen den chinesischen Konkurrenten Huawei. Der Vorwurf: Das chinesische Unternehmen hat angeblich Patentrechte verletzt, die SolarEdge an HD-Wave-Wechselrichtertechnologie hält.

SolarEdge hatte zuletzt durchwachsene Zahlen veröffentlicht. Im zweiten Quartal 2019 hat SolarEdge den Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode zwar um 43 Prozent gesteigert. Die Margen gingen aber zurück. Da SolarEdge seine Produkte in China herstellen lässt, hat das Unternehmen mit den Strafzöllen der US-Regierung auf chinesische Importe zu kämpfen. Für den US-Markt will SolarEdge zukünftig in Vietnam produzieren.

Die Geschäftszahlen für das dritte Quartal wird das israelische Unternehmen am 6. November vorstellen. Die Mehrheit der Experten empfiehlt die Aktie zum Kauf. Die Bewertung ist allerdings nicht mehr günstig.

SolarEdge ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie der Kategorie Mittelklasse. Ein ausführliches Unternehmensporträt können Sie hier lesen.

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