Die Tomorrow-Gründer (v.l.n.r.): Jakob Berndt, Inas Nureldin und Michael Schweikart. / Foto: Viertel/Vor Magazin, Marcus Werner

20.10.20 Crowd-Investment , Finanzdienstleister

Finanz-Start-Up Tomorrow: Crowd-Investment mit digitalem Wertpapier startet

Das nachhaltige Hamburger Fintech Tomorrow startet am heutigen Dienstag eine weitere Finanzierungsrunde. Diese soll per Crowd-Investment über die Onlineplattform Wiwin stattfinden. Dabei werden Genussrechte in Form digitaler Wertpapiere ausgegeben.

Die digitalen Genussscheine werden hierfür als sogenannte Security Token erzeugt und in einer Blockchain hinterlegt. So soll später eine mögliche Übertragung und der Handel mit den Genussrechten vereinfacht werden. Laut Wiwin sollen Transaktionskosten und –zeiten so zudem deutlich reduziert werden. Die Plattform gewährleiste Anlegern einen sicheren und unkomplizierten Prozess.

Erhebliche Risiken

ECOreporter hatte bereits hier über die Pläne berichtet. Über die Crowdinvesting-Kampagne hofft Tomorrow zwei Millionen Euro einzunehmen. Weitere zwei Millionen Euro sollen von professionellen Wagniskapitalgebern kommen, die ebenfalls digitale Genussscheine zeichnen. Tomorrow will die Erlöse in die Weiterentwicklung seiner Banking-App investieren.

Eine vollwertige Bank ist Tomorrow nach wie vor nicht: Das Unternehmen besitzt keine eigene Banklizenz und arbeitet daher mit dem Bankhaus Solaris zusammen.

Die Laufzeit der Genusscheine liegt zwischen fünf und maximal zehn Jahren, die Investitionssumme beträgt mindestens 100 und maximal 25.000 Euro. Am Ende der Laufzeit sollen Anlegerinnen und Anleger ihr investiertes Geld zurückerhalten, plus 5 Prozent Zinsen pro Jahr – diese würden aber auch erst rückwirkend mit Rückzahlung der Anlagesumme ausgezahlt. Neben der Verzinsung gibt es eine Gewinn- und Exit-Beteiligung. Gewinne hat Tomorrow bislang allerdings nicht gemacht. Die Exit-Beteiligung würde bei einem Verkauf oder Börsengang von Tomorrow greifen.

Die Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

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