Mit einem Konzert auf Instrumenten aus dem 3D-Drucker und unter einer virtuellen Kuppel machte Dassault Systemes im Februar 2020 Werbung für einen besseren Umgang mit dem Planeten – und für sich selbst. / Foto: imago images, PanoramiC

  Nachhaltige Aktien

Dassault Systemes: Sind „virtuelle Zwillinge“ eine aussichtsreiche nachhaltige Geldanlage?

Der französische IT-Konzern Dassault Systemes will mit seinen „virtuellen Zwillingen“ die Wirtschaft nachhaltiger machen, Billionenwerte generieren und den CO2-Ausstoß um etliche Gigatonnen senken. Nicht die Visionen eines hippen Start-ups: Dassault wird seit mehr als 20 Jahren an der Börse gehandelt, auch in Deutschland. Was ist dran an den Plänen des Konzerns? Und lohnt sich hier ein Investment?

Das Hauptgeschäftsfeld von Dassault sind sogenannte CAD-Systeme (Computer-Aided Design, rechnerunterstütztes Konstruieren) und CAM-Systeme (Computer-Aided Manufacturing, rechnerunterstützte Fertigung). Diese Programme machen, stark vereinfacht, die Konstruktion beziehungsweise Fertigung von komplexen Produkten wie etwa Autos oder Flugzeugen bis ins kleinste Detail am Computer möglich.

CAD/CAM-Systeme leisten so einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigeren Industrie. Denn je moderner ein solches System ist, desto vollständiger lässt sich die Herstellung beispielsweise eines Autos am Computer simulieren und optimieren, was Ressourcen in der eigentlichen Fertigung und damit auch Emissionen spart.


CAD-Systeme sollen alle Konstruktionsschritte für ein Produkt am Computer ermöglichen – und so Ressourcen und Emissionen sparen. / Foto: Pixabay

„Digitale Zwillinge“ für eine sauberere Industrie

Siemens-Chef Roland Busch hatte erst jüngst in einem Interview zur Jahreswende erklärt, wie sich die industrielle Produktion seiner Meinung nach noch in diesem Jahrzehnt ändern wird. So würden die meisten Produkte bald standardmäßig einen "digitalen Zwilling" bekommen.

Dieses mit dem physischen Objekt vollständig identische Computermodell werde sich immer wieder aktualisieren, sodass jeder Fehler fern des Produktes erkannt und korrigiert werden könne. Zudem werde jeder Entwickler auf seinem Bildschirm sehen, welchen CO2-Abdruck sein Modell haben wird, inklusive automatisiertem Vorschlag, wie dieser reduziert werden könne.

Auch Dassault erklärt die Technik des digitalen Zwillings zum entscheidenden Faktor beim Ziel einer nachhaltigeren Industrie. In einer Studie gemeinsam mit der irischen Unternehmensberatung Accenture kommt der Konzern zu dem Schluss, die Technologie könnte bis 2030 weltweit 1,3 Billionen US-Dollar an wirtschaftlichem Wert generieren und für eine Verringerung der CO2-Emissionen um 7,5 Gigatonnen sorgen. Aber hat auch die Dassault-Aktie gute Aussichten?

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