Die Zahl der Elektrofahrzeuge bei der Deutschen Post soll deutlich steigen. / Foto: Unternehmen

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Deutsche Post investiert Milliarden für CO2-Einsparung

Der Logistikriese Deutsche Post DHL Group will 7 Milliarden Euro bis 2030 investieren, um die eigenen CO2-Emissionen zu reduzieren. Die Vorstandsvergütung soll an das Erreichen der Ziele gekoppelt sein. Die Investitionen sind bereits in der Prognose bis 2023 enthalten, wie der Konzern am heutigen Montag mitteilte.

Investiert werden soll in alternative Kraftstoffe für den Luftverkehr, in klimaneutrale Gebäude und besonders in den Ausbau der emissionsfreien Elektrofahrzeug-Flotte. Der Anteil der Stromer auf der letzten Meile - also auf der Strecke bis zur Brief- oder Paketabgabe - soll von 18 Prozent Ende 2020 auf 60 Prozent im Jahr 2030 steigen.

Sollte der Plan umgesetzt werden, wären Ende dieses Jahrzehnts weltweit mehr als 80.000 E-Fahrzeuge für das Unternehmen unterwegs, derzeit sind es etwa 18.000, die meisten davon in Deutschland. Die Zahl aller DHL-Transporter wird in den kommenden Jahren steigen, die Branche boomt.

Vorstandsvergütung soll an Ziele gekoppelt werden

In Lastwagen, die auf langen Distanzen genutzt werden, und in Flugzeugen soll zudem alternativer Kraftstoff genutzt werden. Diese sollen bis 2030 mindestens 30 Prozent des Kraftstoffbedarfs in der Luftfracht und im Fernverkehr abdecken. Die Kraftstoffe sollen aus "nachhaltigen Rohstoffen und erneuerbaren Energien" hergestellt werden, konkreter wird das Unternehmen allerdings nicht.

Insgesamt will die Deutsche Post DHL Group bis 2030 rund 7 Milliarden Euro für "klimaneutrale" Logistiklösungen ausgeben. Durch die Maßnahmen soll der jährliche CO2-Ausstoß des Konzerns von zuletzt 33 Millionen Tonnen CO2 auf unter 29 Millionen Tonnen im Jahr 2030 gesenkt werden. Bereits 2017 hatte der Konzern das Ziel ausgegeben, seine Treibhausgasemissionen bis 2050 auf netto null zu reduzieren. Vorstand und Aufsichtsrat wollen den Aktionären auf der kommenden Hauptversammlung vorschlagen, dass das Erreichen der Ziele bei der Berechnung der Vorstandsvergütung herangezogen werden soll.

Des Weiteren will das Unternehmen bis 2025 den Anteil weiblicher Führungskräfte im Management auf mindestens 30 Prozent steigern, von heute 23,2 Prozent. Zudem soll jährlich 1 Prozent des Nettogewinns in Social-Impact-Programme und -Initiativen investiert werden.

Die Deutsche Post-Aktie steht im Tradegate-Handel aktuell bei 45,56 Euro und ist damit 1 Prozent im Plus zum Freitag (Stand: 22.3.2021, 11:20 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 6,5 Prozent im Plus, auf Jahressicht hat sie 117,4 Prozent an Wert gewonnen.

Die ECOreporter-Redaktion hat die Deutsche Post DHL Group in ihre Liste der  ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Dividendenkönige aufgenommen. Der Logistikkonzern ersetzt den französischen Immobilienkonzern Unibail-Rodamco-Westfield. Mehr dazu erfahren Sie hier. Lesen Sie auch das ausführliche Unternehmensporträt der Deutsche Post DHL Group.

Deutsche Post DHL Group AG: ISIN DE0005552004 / WKN 555200

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