11.07.19 Erneuerbare Energie , Meldungen

Deutscher Erneuerbare-Energien-Markt schrumpft um 42 Prozent

In den ersten sechs Monaten 2019 sind weltweit knapp 118 Milliarden US-Dollar in Erneuerbare Energien investiert worden – 14 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer Studie des Research-Unternehmens Bloomberg NEF hervor.

Hauptgrund für den Rückgang war Bloomberg NEF zufolge der Einbruch des chinesischen Marktes um 39 Prozent. In China seien im ersten Halbjahr nur knapp 29 Milliarden US-Dollar in Erneuerbare-Energien-Anlagen investiert worden, heißt es in der Studie. Das sei im weltweit nach wie vor wichtigsten Markt für Wind- und Solarenergie der niedrigste Wert seit 2013.

Fördersystem in China geändert

China hat in den letzten Monaten sein Fördersystem für Grünstromprojekte auf ein Auktionsmodell umgestellt. Die Experten von Bloomberg NEF sehen in dieser Umstellung die wichtigste Ursache für den Investitionsrückgang. Für das zweite Halbjahr rechnet Bloomberg NEF in China mit deutlichen Zuwächsen, vor allem im Solar- und Offshore-Windbereich.

Während in Ländern wie Dubai und Taiwan in den letzten sechs Monaten erstmals große Grünstromprojekte im Gigawatt-Bereich initiiert wurden, war das Investitionsvolumen in den USA (minus 6 Prozent) und Europa (minus 4 Prozent) Bloomberg NEF zufolge rückläufig.

Hohe Zuwachsraten hatten laut den Analysten unter anderem Spanien (plus 235 Prozent), Schweden (plus 212 Prozent) und Großbritannien (plus 35 Prozent). Stark rückläufig waren die Investitionen in Frankreich (minus 75 Prozent), Deutschland (minus 42 Prozent) und den Niederlanden (minus 41 Prozent).

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