Dirk Kannacher ist seit 2017 Vorstandsmitglied der genossenschaftlichen Bochumer GLS Bank. / Foto: Unternehmen

05.12.18 Meldungen , Finanzdienstleister

Dirk Kannacher: "Die Deutschen sind eher risikoscheu“

Wie ticken die Leute hinter den Kulissen der nachhaltigen Geldanlage? Heute antwortet Dirk Kannacher, Vorstandsmitglied der GLS Bank, in unserer Interview-Reihe "6 aus 49".

Um Zahlen, Kurse und Renditen dreht sich vieles in der nachhaltigen Geldanlage. Aber was sind das eigentlich für Menschen, die in den Anlageberatungen, in grünen Banken, Emissionshäusern oder Versicherungen arbeiten?

Um das herauszufinden, stellt ECOreporter ihnen jeweils 6 aus insgesamt 49 Fragen – mal witzig, mal ernster. Diesmal antwortet Dirk Kannacher. Er arbeitet seit 2010 für die Bochumer GLS Bank. Seit 2017 ist er Vorstandsmitglied und Mitglied der erweiterten Geschäftsführung.

 

1. Herr Kannacher, Qual der Wahl in der Kantine: Steak oder Veggie-Burger?

In der Kantine am liebsten Veggie. Ich esse aber auch gerne ein Steak, wenn ich weiß, wo es herkommt und welche Qualität es hat. Dabei ist Bio selbstverständlich Pflicht.

 

2. Manchmal traurig darüber, dass Sie nicht Finanzminister sind?

Ich bin stolz darauf, welche Möglichkeiten ich bekommen habe und wahrnehmen darf. Als Vorstand der GLS Bank kann ich eine Menge bewegen.

 

3. Wieso sind die Deutschen so schlecht im Geldanlegen?

Ich finde nicht, dass die Deutschen schlecht darin sind – sie legen ihr Geld einfach eher konservativ an und sind auch eher risikoscheu. Zwei Dinge wünsche ich mir in diesem Zusammenhang:

Erstens: Hinterfragt mehr, was mit eurem Geld passiert.

Zweitens: Wirklich Neues entsteht oft nur durch mehr Mut.

 

4. Was würden Sie Donald Trump gerne mal fragen?

Warum er in seinem Alter sein Ego noch mit dem Amt des Präsidenten befriedigen muss. Das Modell ist nicht wirklich zukunftsfähig.

 

5. Im September sind Sie im sauerländischen Winterberg für einen guten Zweck gewandert. Wie lief es?

Die Wanderung war ein voller Erfolg. Wir sind mit tollen Menschen gewandert, und für die GLS Zukunftsstiftung Entwicklung und die Neven Subotic Stiftung sind rund 10.000 Euro zusammengekommen. Wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten und wollen im nächsten Jahr noch mehr Menschen für eine gemeinsame Wanderung begeistern und gewinnen. Also schon mal das Datum reservieren: 06.07.2019 – 24-Stunden-Trophy in Winterberg.

 

6. Ihr nächster Termin?

Weihnachten mit der Familie und Silvester im Schnee mit Freunden.

 

Herr Kannacher, vielen Dank für Ihre Antworten!

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