Tesla-Ladestation: Den Autobauer belasten auch Vorwürfe über schadhafte Batterien, die im neuen Model 3 verbaut wurden. / Foto: Unternehmen

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Tesla: Solartochter muss sparen und schließt Filialen

Der US-Elektroautobauer Tesla dreht an der Kostenschraube. Zudem gibt es Vorwürfe über schadhaft verbaute Batterien seiner Model 3-Baureihe. Wie viele Filialen werden geschlossen, und was ist dran an den Vorwürfen?

Tesla will seine Partnerschaft mit der US-Baumarktkette Home Depot beenden und 14 von insgesamt 60 Filialen seiner Solartochter schließen. Das geht aus Berichten von ehemaligen Tesla-Mitarbeitern hervor.

Der Elektroautobauer hatte vor etwa zwei Jahren die Firma SolarCity für 2,6 Milliarden US-Dollar (umgerechnet etwa 2,25 Milliarden Euro) übernommen. Unter Branchenexperten galt die Übernahme als umstritten. Home Depot war nach Geschäftsabschluss eine Partnerschaft mit Tesla eingegangen.

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Beschädigte Batterien in der Model 3-Baureihe?

Ein Ex-Mitarbeiter von Tesla äußerte gegenüber dem US-Nachrichtensender CNN, Tesla habe etwa 1.100 beschädigte Batteriemodule im neuen Model 3 verbaut. Dem Ex-Mitarbeiter wurde wegen angeblichem Datenklau, Geheimnisverrat und mutwilliger Geschäftsschädigung gekündigt. Darüber hinaus wurde er verklagt.

Ingenieure: “Tesla von qualitativ hochwertigen Massenproduktion weit entfernt“

Der Vorwurf zu schadhaften Batterien ist nicht neu. Tesla konnte die Produktion des Model 3 nicht wie gewünscht steigern. Batterien mussten teils per Hand hergestellt werden. Dafür hat der kalifornische Autobauer zahlreiche Leiharbeiter eingestellt, um die Montagearbeiten bewältigen zu können. Das hatte der Nachrichtensender CNBC berichtet. Tesla sei von einer qualitativ hochwertigen Massenproduktion noch weit entfernt, warnten mit dem Projekt vertraute Ingenieure.

Tesla-Chef Elon Musk vermutet Verschwörungstheorie

Elon Musk hatte seine Angestellten bereits am Wochenende in einer E-Mail über einen angeblichen Feind in den eigenen Reihen informiert. Ein Mitarbeiter habe "umfassende und schädliche Sabotage" begangen, hieß es in der Nachricht. Als Motiv des Mannes nannte Musk eine gewünschte Beförderung, die ihm versagt worden sei. Es könnte aber noch weit mehr dahinter stecken, deshalb werde die Untersuchung fortgeführt.

Der Tesla-Aktienkurs betrug gestern Abend nach US-Börsenschluss (21. Juni, 22:00 Uhr) an der US-Technologiebörse Nasdaq 347,50 US-Dollar (umgerechnet knapp 398,60 Euro). Ein Minus gegenüber dem Vortag von knapp 4 Prozent.

Tesla Inc.: ISIN US88160R1014 / WKN A1CX3T

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