Auch andere Pharma-Unternehmen haben an der Preisschraube gedreht: In den USA sind zu Beginn des Jahres 490 Medikamente teurer geworden. / Foto: Gina Sanders, Fotolia

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ECOreporter-Favoriten-Aktie Johnson & Johnson: Preise für Medikamente in den USA ziehen an

Der Pharma- und Konsumgüter-Riese Johnson & Johnson erhöht die Preise von mehr als 20 verschreibungspflichtigen Medikamenten im Heimatland USA. Teurer werden auch die Bestseller des US-Konzerns Stelara - ein Mittel gegen Schuppenflechte -, das Prostatakrebs-Medikament Zygita und der Blut-Gerinnungshemmer Xarelto. Verbraucher müssen künftig 6 bis 7 Prozent mehr für die von der Preiserhöhung betroffenen Medikamente auf den Tisch legen.

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Johnson & Johnson schließt sich mit den Preiserhöhungen vielen anderen in den USA aktiven Pharmaunternehmen an. Zu Beginn dieses Jahres sind zahlreiche verschreibungspflichtige Medikamente in den USA teurer geworden. Grund für die Preiserhöhungen ist ein Vorstoß der Demokratischen Partei im Kongress. Ein neues Gesetz soll die Medikamentenpreise in den USA zu deckeln.

Nettopreise sollen niedriger ausfallen

Wie ein Sprecher von Johnson & Johnson der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte, sollen die Listenpreise für die Medikamente im Schnitt um 4,2 Prozent angehoben werden. Allerdings geht das Unternehmen von sinkenden Nettopreisen für die Verbraucher in den USA aus. Der Grund sind Rabatte, die Krankenkassen und Versicherungen mit den Pharmakonzernen aushandeln.

Insgesamt sind laut Angaben von Reuters in den USA bis zum 10. Januar bereits 490 Medikamente im Preis gestiegen. Darunter auch Insulin. Der Schweizer Konzern Sanofi steigerte die Preise für Insulin zu Jahresbeginn um 4,4 bis 5,2 Prozent. Der ECOreporter-Aktien-Favorit Novo Nordisk hob die Preise um 4,9 Prozent an.

Sanofi erklärte, dass die Preiserhöhungen unter den inflationsbedingten Preisanpassungen lägen, von denen die staatlichen US-Gesundheitsversorger Medicare und Medicaid ausgehen. Auch erwarte Sanofi für 2019 fallende Nettopreise für US-Verbraucher. Novo Nordisk  äußerte sich ähnlich wie Sanofi. Die Dänen gehen von niedrigeren Endpreisen für US-Verbraucher aufgrund von Rabatten aus.

Aktie seit Dezember günstiger zu haben

Ende Dezember ist die Johnson & Johnson-Aktie stark unter die Räder gekommen. Sie büßte mehr als 10 Prozent im Kurs ein. Der Grund waren neue Vorwürfe um angeblich asbestverseuchtes Babypuder. ECOreporter berichtete hier.

Die Geschäfte liefen für den Konzern zuletzt sehr gut. Johnson & Johnson hatte im Oktober seine Jahresziele angehoben. Dabei profitierte das Unternehmen vor allem von einem starken Geschäft mit Krebsmedikamenten.

Im heutigen Handel an der Börse Xetra steht die Johnson & Johnson-Aktie nahezu unverändert zum Vortag bei 112,79 Euro (11.1., 9:11 Uhr). Auf Sicht von zwölf Monaten ist der Aktienkurs um 6 Prozent gefallen.

Johnson & Johnson ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Dividendenkönige. Lesen Sie auch unser ausführliches Unternehmensporträt.

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