Die EWS möchte mithilfen, dass alte Solaranlagen weiter betrieben werden können. / Foto: Pixabay

  Erneuerbare Energie, Meldungen

Elektrizitätswerke Schönau kaufen Strom von Solar-Altanlagen

Anfang 2021 läuft die Förderung für die ersten Solaranlagen aus, deren Strom 20 Jahre lang nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet wurde. Die Elektrizitätswerke Schönau EWS wollen den Weiterbetrieb einiger dieser Anlagen ermöglichen und ihnen ab 2021 den erzeugten Strom abkaufen.

Besitzerinnen und Besitzer von ausgeförderten Solaranlagen haben bislang laut EWS drei Möglichkeiten, wie sie ihre Anlagen weiter betreiben können: die alten Solarzellen gegen leistungsfähigere modernere austauschen (Repowering), ihren Strom zum Marktwert weiter einspeisen oder komplett auf Eigenverbrauch umrüsten.

Preise über Marktwert

Die EWS will 250 Betreiberinnen und Betreibern von Anlagen bis 100 Kilowatt (kW) das Angebot machen, ihren Strom zukünftig an die EWS zu liefern. Das Unternehmen garantiert über einen Zeitraum von drei Jahren eine feste Vergütung pro Kilowattstunde (kWh). Diese liegt bei Kleinanlagen bis 15 Kilowatt bei 6 Cent/kWh, für Anlagen zwischen 15 und 100 kW bei 5 Cent/kWh. Laut EWS liegen diese Preise über dem derzeitigen Marktwert von 2 bis 4 Cent/kWh.

„In Zeiten der Klimakrise ist jede Kilowattstunde regenerativ erzeugten Stroms wichtig“, sagt EWS-Vorstand Alexander Sladek. „Wir wollen mit unseren Kunden und Mitgliedern die Erfolgsgeschichte des EEG fortschreiben. Ü20-Anlagen sind Teil unserer Vision eines bürgergetragenen, dezentralen und gemeinschaftlichen Energiesystems.“

Die EWS sind eine Bürgerenergiegenossenschaft aus Baden-Württemberg mit derzeit über 8.000 Mitgliederinnen und Mitgliedern. Für 2019 hat die EWS eine Genossenschaftsdividende von 2,5 Prozent ausgezahlt.

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