Das Gelände des AKW Philippsburg nach der Sprengung der Kühltürme. Das EnBW-Kernkraftwerk ging Ende 2019 vom Netz. Foto: imago images, Peter Sandbiller

  Erneuerbare Energie, Meldungen

EnBW betont: Erneuerbare Energien wachsen am stärksten

Der Energieversorger EnBW betont auf seiner heutigen, virtuellen Hauptversammlung die Bedeutung des Geschäfts mit Erneuerbaren Energien für den deutlichen Ergebnisanstieg im Geschäftsjahr 2019. Der Konzern setzt außerdem stärker auf Elektromobilität.

Mit 483 Mio. Euro erzielte das Segment demnach das deutlichste Ergebnis-Plus von 62 Prozent. Zu den Höhepunkten zählten dabei laut dem Unternehmen die Fertigstellung der Nordsee-Windparks Hohe See und Albatros – mit einer Gesamtleistung von 610 Megawatt das derzeit größte Offshore-Projekt in Deutschland – sowie der Baubeginn des Solarparks Weesow. Dieser ist der bisher größte Solarpark in Deutschland und der erste ohne staatliche Förderung.

Marktführer beim Schnellladen

Auch „im strategischen Zukunftsgeschäft Elektromobilität“ gelang EnBW demnach „ein deutlicher Ausbau der Marktposition“. Mit aktuell mehr als 360 Lade-Standorten sei der Energieversorger Marktführer beim Schnellladen in Deutschland.

Der Ausbau der Schnellladeinfrastruktur soll als Teil von intelligenter Infrastruktur für Kunden künftig zu einem der drei strategischen Geschäftsfeldern gehören, mit denen die EnBW ihr Wachstum abseits des Energiegeschäfts steigern will.

Insgesamt habe EnBW den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) 2019 um 13 Prozent auf 2,43 Milliarden Euro gesteigert. Der Vorstand schlug eine Dividende von 70 Euro Cent vor (Vorjahr: 65 Cent).

EnBW ist Deutschlands drittgrößter Stromversorger. Das Unternehmen hat einen hohen Erneuerbaren-Energien-Anteil, betreibt aber noch konventionelle Kraftwerke. In das Geschäftsjahr 2019 fiel auch die Abschaltung des Atomkraftwerks Philippsburg am 31. Dezember 2019. Die Kühltürme des Kraftwerks wurden am 14. Mai 2020 gesprengt.

EnBW AG: DE0005220008 / WKN 522000

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