Der Erste WWF Stock Environment ist einer der grünsten Aktienfonds. / Foto: Pixabay

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Erste WWF Stock Environment: Kein Vertrieb mehr in Deutschland – was ändert sich für Anleger?

Der sehr nachhaltige Erste WWF Stock Environment ist ein ECOreporter-Favoriten-Fonds. In Deutschland ist der tiefgrüne Aktienfonds seit Februar nicht mehr zum Vertrieb zugelassen. Anleger können aber trotzdem nach wie vor in den Fonds investieren.

Nachhaltigkeitsnote 1,4: Kein Aktienfonds hat im ECOreporter-Fondstest besser abgeschnitten als der Erste WWF Stock Environment. Der Fonds investiert nach strengen Kriterien, die die österreichische Fondsgesellschaft Erste Asset Management GmbH (EAM) zusammen mit der österreichischen Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) erarbeitet hat.

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Der Erste WWF Stock Environment (ISIN AT0000705678) wird in Deutschland nicht mehr aktiv vertrieben. Er existiert aber als sogenannter Master-Fonds nach wie vor, und deutsche Anleger können über einen Umweg weiterhin Fonds-Anteile erwerben. Denn die EAM hat einen sogenannten Feeder-Fonds namens Erste Stock Environment (ISIN AT0000A2BYE6) gestartet. Dieser Feeder-Fonds ist rechtlich so konstruiert, dass er dauerhaft mindestens 85 Prozent des Fondsvermögens in den Master-Fonds Erste WWF Stock Environment anlegen muss.

Laut EAM wird "soweit wie möglich zu 99,9 Prozent in den Master-Fonds investiert, um zu gewährleisten, dass dieselbe nachhaltige Veranlagung verfolgt und dieselbe Performance erzielt wird“. Die übrigen maximal 15 Prozent des Fondsvermögens sind in Bankguthaben und kündbare Einlagen sowie Derivate zur Absicherung angelegt. Der neue Fonds entspricht also weitestgehend dem alten.

Die EAM hat den Feeder-Fonds aufgelegt, um den Master-Fonds kostengünstiger und flexibler managen zu können. Mit der neuen Struktur ist es möglich, den Erste WWF Stock Environment indirekt auch in weiteren Ländern anzubieten, ohne ihn dort zum Vertrieb zulassen zu müssen.

Für Anleger bleibt alles wie gehabt

Laut EAM ändert sich für Anleger, die bereits Anteile am Erste WWF Stock Environment besitzen, durch die neue Fondsstruktur nichts. "Es gibt keine Auswirkungen auf bestehende Bestände“, teilt Armand Feka, Europa-Pressesprecher der EAM, auf Nachfrage von ECOreporter mit. Und auch die Kosten für Neueinsteiger im Feeder-Fonds seien gleich geblieben: "Der Ausgabeaufschlag beträgt weiterhin bis zu 4 Prozent, abhängig von der depotführenden Stelle des Anlegers“, sagt Armand Feka. "Die maximale Verwaltungsgebühr der Privatanleger-Tranche gemäß Prospekt beträgt bis zu 1,80 Prozent, und die laufenden geschätzten Kosten liegen bei 1,91 Prozent.“

Den ECOfondstest des Erste WWF Stock Environment finden Sie hier.

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