Deutschlands größte Kirchenbank tritt der weltweit führenden Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung bei. Der Schritt sei "folgerichtig", sagt Vorstandschef Thomas Katzenmayer. / Foto: Unternehmen

30.05.18 Finanzdienstleister

Evangelische Bank neu beim UN Global Compact Network

Deutschlands größte Kirchenbank ist dem UN Global Compact Network beigetreten. Dieses Netzwerk will die Globalisierung fair und nachhaltig gestalten.

Zudem setzt es sich für Arbeitsnormen, soziale Grundrechte und weitere Standards guter Unternehmensführung ein und trägt zu deren Verbreitung aktiv bei. Bisher zählen 13.000 Mitglieder aus 161 Ländern dazu - nun auch die Evangelische Bank.

Im Sinne einer freiwilligen Selbstverpflichtung versichert sie - wie die anderen Unterzeichner -, die Nachhaltigkeitsziele der UN (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) konsequent zu verfolgen und zehn universelle Prinzipien in ihrem unternehmerischen Handeln zu achten. Dabei geht es vor allem um die Themen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umwelt und Korruptionsprävention.

Prinzipien werden bereits berücksichtigt

"Vor dem Hintergrund unserer Vorreiterrolle für verantwortungsvolles Banking, unseres klar definierten Wertesystems und der ganzheitlichen Implementierung von Nachhaltigkeitszielen im Leitbild und in den Unternehmensgrundsätzen ist das Engagement der Evangelischen Bank beim Global Compact folgerichtig", betont Vorstandsvorsitzender Thomas Katzenmayer. Die zehn Prinzipien des Global Compact erachte die Bank als so wichtig, dass diese bereits durchgehend im Nachhaltigkeitsmanagement berücksichtigt seien.

"Standen anfangs ökologische Themen wie der hauseigene Ressourcenverbrach im Mittelpunkt, so haben wir unseren Blick auf alle Geschäftsfelder erweitert", ergänzt Nachhaltigkeitskoordinator Dr. Andreas Rautenkranz. Das betreffe die Materialbeschaffung genauso wie die Umsetzung des Nachhaltigkeitsfilters für die Wertpapierangebote und Eigenanlagen, die Integration in die Dialoge mit Kunden oder die Unterstützung sozialer Projekte.

Offenes Forum für nachhaltige Veränderung

Beim UN Global Compact handelt es sich weder um ein streng definiertes Regulierungsinstrument, noch um einen zertifizierbaren Standard mit messbaren Mindestanforderungen. Leitgedanke ist vielmehr, in einem offenen Forum Veränderungsprozesse anzustoßen und zukunftsweisende Ideen zu teilen.

Im deutschen Global Compact Netzwerk (DGCN), das seit dem Jahr 2000 existiert, versammeln sich bisher rund 400 Unternehmen, darunter DAX-Konzerne, Mittelständler und Spezialanbieter. Hinzu kommen knapp 60 Organisationen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft.

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