Nils Müller (links) und Sönke Tangermann sind seit 2014 Vorstände der Green Planet Energy. / Foto: Green Planet Energy

  Erneuerbare Energie, Anleihen / AIF

Green Planet Energy zahlt 2 % Dividende

Die Hamburger Energiegenossenschaft Green Planet Energy hat ihr Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn abgeschlossen.

Die Green Planet Energy eG erzielte im letzten Jahr bei einem Umsatz von 185 Millionen Euro einen Jahresüberschuss von 3,1 Millionen Euro. Der Großteil des Gewinns bleibt in der Genossenschaft und soll den weiteren Ausbau des Kraftwerksbestands mitfinanzieren. Die Eigenkapitalquote stieg von 65 auf 68 Prozent.

Die Genossenschaftsmitglieder erhalten für ihre Anteile eine Dividende von 2,0 Prozent. 2025 traten über 7.000 Menschen in die Genossenschaft ein. Mittlerweile ist Green Planet Energy mit mehr als 50.000 Mitgliedern die größte Energiegenossenschaft Deutschlands.

12 Millionen Euro investiert

„Gerade jetzt, wo in Berlin wieder stärker auf Öl und Gas gesetzt wird, wollen viele Menschen die Energiewende gemeinsam mit uns voranbringen“, sagt Nils Müller, Vorstand von Green Planet Energy. „Das Geld unserer Mitglieder arbeitet für die Energiewende. Allein 2025 haben wir 12 Millionen Euro in Erneuerbare Energien und neue Geschäftsfelder investiert. So entwickeln wir Lösungen für nahezu alle zentralen Bereiche der Energiewende, von Wind- und Solarparks bis hin zu Mieterstrom und Wärmepumpen.”

Stand Ende Dezember 2025 betreibt die Green Planet Energy-Unternehmensgruppe Erneuerbare-Energie-Anlagen mit einer Leistungskapazität von insgesamt 116 Megawatt (MW), darunter 16 Windparks mit 102 MW, drei Solaranlagen mit 12 MW und eine Anlage zur Wasserstofferzeugung mit 1,3 MW.

Neue Wind und Solarparks

Im letzten Jahr konnte Green Planet Energy das Repowering des Windparks Uetersen, also das Ersetzen alter Windräder durch neue, leistungsstärkere Anlagen abschließen. Außerdem ist mittlerweile der Windpark Bälau (17 MW) mit dem ersten eigenen Umspannwerk in Betrieb, und demnächst folgt der Windpark Erftstadt mit 13 MW.

Mit der Fertigstellung der Agri-Photovoltaikanlage im österreichischen Parndorf ist zudem das erste Hybridkraftwerk der Genossenschaft ans Netz gegangen, das gemeinsam mit Partnern realisiert wurde. Und Green Planet Energy baut einen neuen Biodiversitätssolarpark im niedersächsischen Dedendorf.

Ende 2025 versorgte die Genossenschaft knapp 200.000 Haushalte mit Strom und Gas, rund 6.000 mehr als 2024. Bis 2027 will Green Planet Energy in seinem Gastarif den Biogasanteil auf 100 Prozent erhöhen. In diesem Jahr soll der Anteil von 50 auf 75 Prozent steigen.

Grüner Wiederaufbau in der Ukraine

Gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation Greenpeace, aus der Green Planet Energy hervorgegangen ist, unterstützt die Genossenschaft zudem ein Pilotprojekt für den grünen Wiederaufbau in der Ukraine. In der Stadt Trostjanez, nahe der russischen Grenze, wird seit Ende 2025 ein großes Wohngebäude mithilfe von Wärmepumpen, Photovoltaik und Erdwärme klimafreundlich mit Energie versorgt.

Eine wichtige strategische Weichenstellung war 2025 die Gründung von HandelGrün. Mit dem Joint Venture haben die Ökostromanbieter Green Planet Energy, EWS, naturstrom und oekostrom eine Direktvermarktungsplattform auf den Weg gebracht, hinter der keine fossilen Energiekonzerne stehen. ECOreporter berichtete hier.

Mehr über Genossenschaftsanteile als Möglichkeit zur nachhaltigen Geldanlage lesen Sie hier.

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