Eine milliardenteure Chip-Fabrik von Infineon in Dresden soll 2026 ihren Betrieb aufnehmen./ Foto: Unternehmen

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Infineon: 5-Milliarden-Euro-Fabrik in Dresden kann kommen

Vorstand und Aufsichtsrat des Chipkonzerns Infineon haben den Bau der geplanten Halbleiterfabrik in Dresden genehmigt. Das Wirtschaftsministerium hatte einen vorzeitigen Projektbeginn genehmigt, teilte das Unternehmen aus Neubiberg bei München mit. Das Werk soll rund 5 Milliarden Euro kosten.

Die Bauarbeiten können damit bereits beginnen, während noch eine beihilferechtliche Prüfung durch die EU-Kommission läuft. Die EU-Prüfung wird durchgeführt, weil das Projekt im Rahmen des europäischen Chips Act eine öffentliche Förderung von rund 1 Milliarde Euro erhalten soll. Mit dem Gesetz will die EU bis 2030 einen Anteil von 20 Prozent an der globalen Halbleiterproduktion erreichen.

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Infineon selbst will 4 Milliarden Euro in das neue Werk investieren. Das wäre die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte. Zusammen mit der öffentlicher Förderung ergeben sich so die bislang geplanten Kosten von 5 Milliarden Euro.

Der Beginn der Bauarbeiten sei für den Herbst 2023 vorgesehen, teilte das Unternehmen mit. Im Herbst 2026 soll die Fabrik den Betrieb aufnehmen.

Bis zu 1.000 neue Arbeitsplätze

In dem Werk sollen Leistungshalbleiter – spezielle Steuerelemente – gefertigt werden. Infineon zufolge sollen rund 1.000 Arbeitsplätze entstehen. Bei voller Auslastung könne man jährlich Umsätze in Höhe des Investitionsvolumens erwirtschaften, heißt es. Infineon hatte die Investition im November angekündigt.

Die Infineon-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 2,4 Prozent im Minus zum Donnerstag und kostet 35,23 Euro (Stand: 17.2.2023, 10:26 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 12,8 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 9,3 Prozent an Wert gewonnen.

Infineon ist der größte Halbleiterhersteller Deutschlands und einer der zehn umsatzstärksten weltweit. Für 2022 hatte das Unternehmen mehrmals seine Prognose angehoben.

Bis Ende 2023 möchte Infineon zudem eigene Aktien im Wert von bis zu 9 Milliarden Euro zurückkaufen. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18 für 2023 ist die Aktie derzeit zwar kein Schnäppchen, aber auch noch nicht zu teuer für einen Einstieg.

Lesen Sie auch: Nachhaltige Halbleiter-Aktien: Wo bieten sich nach den hohen Kursverlusten Kaufgelegenheiten?

Infineon Technologies AG: 

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