Möglichst geringe Kosten sind durch die anhaltende Niedrigzinsphase für Kirchen und Stitungen wichtig. / Bild: Pixabay

07.08.18 Fonds / ETF

Kirche und Stiftungen: Neuer Fonds im Angebot

Die weiterhin anhaltenden Niedrigzinsen belasten auch das Vermögen von Kirchen und Stiftungen. Sie müssen sich nach alternativen Anlagemöglichkeiten umsehen. Wertpapiere können eine erträgliche Rendite bringen, tragen jedoch Risiken. Auf Initiative kirchlicher Anleger und Stiftungen wurde vor ein paar Monaten ein neuer Fonds auf den Weg gebracht.

Der Fonds “Smart & Fair“ (ISIN: DE000A2H7NX5) ist seit März 2018 auf dem Markt. Er wurde von der Fondsgesellschaft Universal Investment aus Frankfurt am Main aufgelegt. Die Wettlauffer Wirtschaftsberatung ist beratend für den Fonds verantwortlich.

Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.

Startkapital: 19 Millionen Euro

Der Fonds startete mit einem Anfangsvolumen von 19 Millionen Euro, eine Mindestanlage besteht nicht. Mit einer empfohlenen Mindestanlagesumme von 50.000 Euro richtet sich der Fonds laut der Fondgesellschaft jedoch nicht an Kleinanleger.

Der Fonds verbindet für Kirche und Stiftungen wichtige Kriterien in Zeiten niedriger Zinsen. So sind die Kosten niedrig und sind an das Fondsvolumen gebunden. Der Ausgabeaufschlag zugunsten des Vertriebs beträgt laut der Fondsgesellschaft 0,00 Prozent. Dafür gibt es eine "Antiverwässerungsgebühr" von 0,15% bei Kauf und Verkauf des Fonds.

Diese "Antiverwässerungsgebühr" dient der Kompensation der im Fonds anfallenden Transaktionskosten, welche durch Fondszeichnung und -rückgabe entstehen. Sie schützt die Fondsanleger vor den negativen Performanceauswirkungen nachfolgender Mittelbewegungen. Die jährlichen Kosten werden bei dem gegenwärtigen Fondsvolumen mit 0,57 Prozent angegeben.

Der Fonds verfolgt eine auf die Belange kirchlicher Einrichtungen und Stiftungen ausgerichtete konservative und nachhaltige Anlagestrategie. 30 Prozent des angelegten Geldes werden in Aktien mit Schwerpunkt Europa angelegt, die restlichen 70 Prozent in auf Euro lautende Anleihen.

Alternative zu Indexfonds

Laut der Wirtschaftsberatung Wettlauffer bietet der Mischfonds eine gute Alternative zu börsennotierten Indexfonds. Indexfonds sind nach Meinung des Beratungsunternehmens nicht ideal diversifiziert. Zudem seien sie nicht als Mischfonds mit einem niedrigen Aktienanteil zu erwerben.

In der Konstruktion soll der Mischfonds einen Mittelweg zwischen einem teureren, aktiv gemanagten Fonds und einem günstigen, passiven Indexfonds (ETF) gehen. Ein aktives Fondsmanagement existiert nicht. Die Aktienauswahl erfolgt halbjährlich von Universal Investment, die dafür rund 1.700 Aktien nachhaltiger Unternehmen nach ihren Kursschwankungen auswählt.

Am Ende bleiben etwa 50 Aktien mit den niedrigsten Kursschwankungen aus verschiedenen Ländern und Branchen übrig. Die Gewichtung der ausgesuchten 50 Unternehmen erfolgt zu je gleichen Teilen. Hinzu kommen gut 150 in Euro aufgelegte breit diversifizierte Anleihen. Dieser konservative Teil des Portfolios soll langfristig gehalten werden.

Der Smart & Fair-Mischfonds ist bisher nur über die Fondsgesellschaft zu beziehen, ein Börsenhandel ist nicht möglich. Ein Anteil kostet aktuell (7.8., 15:00 Uhr) 102,05 Euro. Der dem Fondsvermögen gutkommende Ausgabeaufschlag (AA) beträgt 0,15 Prozent, die jährliche Kostenquote liegt bei 0,57 Prozent.

Smart & Fair-Fonds

Anteilsklasse Privat- und institutionelle Anleger: WKN A2H7NX / ISIN DE000A2H7NX5

Kosten: 0,57 Prozent p. a. (mit zunehmenden Fondsvolumen sinkend)

Ausgabeaufschlag: 0,15 Prozent

 

Verwandte Artikel

04.07.18
Bank für Kirche und Caritas: Gegen Steuervermeidung und Klimawandel
 >
14.05.18
Stiftung der Bank für Kirche und Diakonie fördert Projekte
 >
30.08.17
Bürgerstiftung Braunschweig: Fonds für Stiftungen jetzt nachhaltig ausgerichtet
 >
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x