Einfach E-Mail-Adresse eintragen und auf "Abschicken" klicken - willkommen!

Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten
Krebsbekämpfer C-Rad schreibt rote Zahlen
Der schwedische Radiologiespezialist C-Rad hat im ersten Halbjahr 2025 weniger Umsatz erzielt und rote Zahlen geschrieben. Der ECOreporter-Aktien-Favorit konnte allerdings mehr Aufträge verbuchen.
Der Umsatz von C-Rad sank in den ersten sechs Monaten im Jahresvergleich um 9 Prozent auf knapp 224 Millionen Schwedische Kronen (20,4 Millionen Euro). Wie C-Rad betonte, war das zweite Quartal des Vorjahres allerdings positiv beeinflusst durch Lieferungen nach China im Wert von circa 20 Millionen Kronen. Bereinigt um diesen Effekt stieg der Umsatz im ersten Halbjahr 2025 bei konstanten Wechselkursen um 2 Prozent.
Auftragseingang gestiegen
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 18,4 Millionen Kronen (1,7 Millionen Euro), nach 32,3 Millionen Kronen im Vorjahr. Die EBIT-Marge sank von 13 auf 8 Prozent. Zwar belasteten Währungseffekte erheblich, allerdings wäre das Ergebnis auch bereinigt um die Effekte mit 28,7 Millionen Kronen gesunken.
C-Rad ist auf sehr präzise Bestrahlungsverfahren zur Krebsbekämpfung spezialisiert, bei denen nicht so viel gesundes Gewebe bestrahlt werden muss wie bei herkömmlichen Methoden. Lesen Sie auch unseren Überblick zu nachhaltigen Gesundheitsaktien.
Eine aktuelle Einschätzung der C-Rad-Aktie finden Sie im Premium-Bereich.
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
Unter dem Strich stand ein Verlust von 4,1 Millionen Kronen (374.000 Euro), 2024 war im ersten Halbjahr noch ein Gewinn von 26,7 Millionen Kronen verzeichnet worden. Laut C-Rad wirkten sich auch hier insbesondere Währungseffekte negativ aus.
Gleichzeitig stieg der Auftragseingang zwischen Januar und Juni allerdings um 6 Prozent auf 231 Millionen Kronen (21 Millionen Euro). Bei konstanten Wechselkursen wuchs das Volumen an neuen Bestellungen um 9 Prozent.
"Im zweiten Quartal konnten wir mehrere Großaufträge sowohl in EMEA als auch in den USA verbuchen, während das Servicegeschäft in allen Regionen ein starkes Wachstum verzeichnete", erklärte C-Rad-Chefin Cecilia de Leeuw. EMEA steht für die Regionen Europa, Naher Osten und Afrika.
"Das makroökonomische und geopolitische Umfeld bleibt herausfordernd, aber wir arbeiten aktiv daran, unsere Marktpräsenz und Kundenbeziehungen in allen Regionen weiter zu stärken", so de Leeuw weiter. "Unsere Fähigkeit, auch in unsicheren Zeiten Aufträge zu gewinnen, ist ein Beweis für die Nachfrage nach SGRT (Surface Guided Radiation Therapy) und unsere Wettbewerbsfähigkeit."
Für das Gesamtjahr hat C-Rad weiter keine konkrete Prognose abgegeben. Mittelfristig strebt der Konzern unverändert ein organisches Wachstum von mehr als 10 Prozent an. Die EBIT-Marge soll 25 Prozent erreichen. Außerdem will der Konzern mindestens 30 Prozent seiner Gewinne als Dividende ausschütten.
Ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor seien die US-Zölle, wie das Unternehmen erklärte. Eine Änderung könnte sich auf die globale Lieferkette und Kostenstruktur auswirken. Die Zahlen wurden allerdings vor den jüngsten Einigungen zwischen der US-Regierung und mehreren Handelspartnern wie etwa Europa veröffentlicht.
Kleines Unternehmen mit Wachstumschancen
An der Börse Düsseldorf ist die C-Rad-Aktie aktuell 1,7 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 2,82 Euro (Stand: 15.8.2025, 9:32 Uhr). In den letzten sechs Monaten konnte die Aktie leicht um 1,8 Prozent zulegen, auf Jahressicht büßte der Kurs 21,9 Prozent an Wert ein.
C-Rad ist mit einer Marktkapitalisierung von knapp 100 Millionen Euro eine eher kleine Aktiengesellschaft. Das Unternehmen ist aber sehr gut finanziert und hat Wachstumspotenzial. Das zeigt auch der in einem schwierigen Marktumfeld steigende Auftragseingang. Auch arbeitet das Unternehmen bislang profitabel, trotz des Verlusts im ersten Halbjahr werden für das Gesamtjahr weiter schwarze Zahlen erwartet.
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie für 2025 ist derzeit mit 31 zwar nicht niedrig. C-Rad bleibt nach Ansicht von EOreporter aber eine Investment-Idee für langfristig ausgerichtete Anlegerinnen und Anleger, die kein Problem mit erhöhten Kursschwankungen haben. Die erwartete Dividendenrendite für 2025 beträgt 1,2 Prozent.
C-Rad ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie der Kategorie Grüne Spezialwerte. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier. Lesen Sie auch den aktuellen Überblick zu den ECOreporter-Favoriten-Aktien der Kategorie Grüne Spezialwerte.
C-Rad AB B: ISIN SE0002016352 / WKN A0X93X