Kohleförderung: Immer mehr Anleger wollen klimafreundliche Anlegen und investieren in ETFs, die fossile Energien ausschließen. / Foto: Pixabay

01.08.19 Fonds / ETF

Lyxor: Starke Mittelzuflüsse in nachhaltige ETFs

Nachhaltigkeit spielt für Anleger eine immer größere Rolle - auch wenn sie in ETFs investieren. Das zeigen aktuelle Daten des französischen ETF-Anbieters Lyxor. Im ersten Halbjahr 2019 stiegen laut Lyxor europaweit die Mittelzuflüsse in ETFs, die die Kriterien Umwelt, Soziales und Unternehmensführung berücksichtigen (Environmental, Social & Governance, kurz ESG), um 50 Prozent. Zum Vergleich: 2018 legten die Zuflüsse um 45 Prozent zu – über den gesamten Jahresverlauf. “Seit Jahresbeginn floss immerhin bereits jeder siebte Euro, der in ETFs investiert wurde, in nachhaltige Anlagestrategien“, sagt François Millet, Head of Strategy, ESG & Innovation beim ETF-Anbieter Lyxor.

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Vermögensverwaltung: Besondere Verantwortung

Nach Daten von Lyxor ist der Markt für passive Strategien das wachstumsstärkte Segment in der Vermögensverwaltung. “Mit einem Marktvolumen von weltweit mehr als 5 Billionen Euro spielt der passive Investmentmarkt eine zentrale Rolle im weltweiten Finanzsystem und damit in der Mobilisierung und Verteilung von privatem Kapital“, so Millet. Er ergänzt: “Mit dieser Funktion kommt der Vermögensverwaltung eine besondere Verantwortung zu.“

Beispielsweise sei ein Erreichen der Ziele des Pariser Abkommens nicht ohne eine entsprechende Verteilung von privatem Kapital möglich. Laut Analysen des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change (IPPC)) müssen bis 2035 jährlich 2,4 Billionen US-Dollar in Erneuerbare Energien und Energieeffizienz-Maßnahmen investiert werden, um dem Klimawandel noch rechtzeitig Einhalt zu gebieten. Das entspricht etwa 2,5 Prozent des globalen Bruttoinlandproduktes.

EU-Aktionsplan Financing Sustainable Growth unterstreicht die Wichtigkeit von passiven ESG-Investments

Die Relevanz von passiven Anlagen für die Erreichung der Klimaziele zeige auch der im Frühjahr 2018 angekündigte EU-Aktionsplan Financing Sustainable Growth. Diese Initiative beschäftigte sich mit der Rolle von Benchmark-Indizes: “Zum ersten Mal werden politische Entscheidungsträger EU-definierte Indizes verwenden, um Investitionsströme in Unternehmen umzuleiten, die den größten Beitrag zum Klimawandel leisten“, so Millet. Dies sei ein Zugeständnis, dass Indizes eine tragende Rolle dabei spielen, die Entscheidungen von Investoren zu steuern und passiv verwaltete Gelder in nachhaltige Projekte und Unternehmen zu lenken.

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