Ab 2024 will Maersk über eine Flotte von zwölf mit Methanol betriebenen Containerschiffen verfügen. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie

Maersk geht strategische Partnerschaften für grünes Methanol ein

Um die weltweite Produktionskapazität von grünem Methanol zu steigern, geht die dänische Reederei A.P. Moller-Maersk strategische Partnerschaften mit sechs Unternehmen ein, um bis Ende 2025 mindestens 730.000 Tonnen umweltfreundliches Methanol pro Jahr zu beschaffen. Die sechs Unternehmen sind der chinesische Finanzinvestor CIMC ENRIC, der dänische Solarparkentwickler und -betreiber European Energy, die chinesische Green Technology Bank, der dänische Energieversorger Orsted, das Schweizer Chemieunternehmen Proman und der US-amerikanische Bio-Treibstoffhersteller WasteFuel.

Mit dieser Produktionskapazität, die spätestens Ende 2025 erreicht sein soll, würde Maersk den Bedarf an grünem Ethanol für die ersten zwölf bestellten grünen Containerschiffe deutlich übertreffen. 

"Um den Übergang zur Dekarbonisierung zu schaffen, müssen wir die Produktion grüner Kraftstoffe deutlich und rechtzeitig beschleunigen. Grünes Methanol ist die einzige marktreife und skalierbare Lösung, die heute für die Schifffahrt verfügbar ist. Die Produktion muss durch Zusammenarbeit im gesamten Ökosystem und auf der ganzen Welt gesteigert werden. Deshalb sind diese Partnerschaften ein wichtiger Meilenstein, um den Übergang zu grüner Energie in Gang zu bringen", erklärte Henriette Hallberg Thygesen, CEO für Flotte und strategische Marken bei Maersk.

Sobald diese Projekte für Bio- und E-Methanol vollständig entwickelt sind, will Maersk in der Lage sein, grünes Methanol in großem Umfang in verschiedenen Regionen der Welt zu beziehen. Zusammenarbeit und Investitionen in innovative Projekte seien die wichtigsten Mittel, um eine Netto-Null-Kraftstoff-Wertschöpfungskette zu erreichen, so Maersk in einer Pressemitteilung. Maersk will weiterhin mit einer breiten Gruppe führender Unternehmen an diesen und weiteren Projekten arbeiten, um den dringenden Übergang zu grüner Energie zu beschleunigen.

Klare Aufgabenverteilung für die Partner

CIMC ENRIC wird für Maersk Biomethanolprojekte in China entwickeln. Die erste Projektphase wird eine Produktionskapazität von 50.000 Tonnen grünes Methanol pro Jahr haben und 2024 beginnen. Die zweite Phase des Projekts wird eine Produktionskapazität von 200.000 Tonnen pro Jahr haben, wobei der Starttermin noch festzulegen ist. Der Rohstoff für das Bio-Methanol werden landwirtschaftliche Reststoffe sein. Maersk beabsichtigt, die gesamte produzierte Menge abzunehmen.

European Energy wird E-Methanol für das erste grüne Feederschiff, einen speziell für Container- oder Autotransporte gebauten Frachtschifftyp, von Maersk produzieren, der voraussichtlich 2023 in Betrieb gehen wird. Außerdem will das Unternehmen E-Methanol-Projekte in Lateinamerika und den Vereinigten Staaten entwickeln, die ab 2025/2026 jährlich 200.000 bis 300.000 Tonnen E-Methanol produzieren können. Maersk beabsichtigt, die gesamte produzierte Menge im Rahmen langfristiger Verträge abzunehmen.

Die staatliche chinesische Green Technology Bank (GTB) wird gemeinsam mit noch zu bestimmenden Projektentwicklern die Entwicklung von Biomethanolprojekten in China fördern. Das erste Projekt soll ab 2024 eine Produktionskapazität von 50.000 Tonnen pro Jahr haben, das zweite Projekt zu einem noch festzulegenden Starttermin eine Produktionskapazität von 300.000 Tonnen.

Orsted strebt eine globale Führungsposition im Bereich Power-to-X (Technologien zur Speicherung bzw. anderweitigen Nutzung von Stromüberschüssen) an und verfügt derzeit über eine Entwicklungspipeline von elf Projekten in mehreren Sektoren. In Zusammenarbeit mit Maersk wird Orsted ein E-Methanol-Projekt in den USA entwickeln, das ab 2025 eine Produktionskapazität von 300.000 Tonnen pro Jahr haben soll. Maersk beabsichtigt auch hier, die gesamte produzierte Menge abzunehmen.

Proman wird Maersk mit 100.000 bis 150.000 Tonnen grünem Methanol pro Jahr aus seiner in der Entwicklung befindlichen Anlage in Nordamerika beliefern. Das Projekt wird von Proman gebaut und soll 2025 in Betrieb genommen werden. Es wird Biomethanol aus nicht verwertbaren forstwirtschaftlichen Rückständen und Festabfällen herstellen.

WasteFuel entwickelt ein Biomethanol-Projekt in Südamerika, das ab 2024 über 30.000 Tonnen pro Jahr produzieren soll. Maersk beabsichtigt, die gesamte produzierte Menge abzunehmen.

A.P. Moller-Maersk A/S Class A:  ISIN DK0010244425 / WKN 861929

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