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Manz geht von der Börse
Der insolvente Maschinenbauer Manz ist endgültig kein Anlegerthema mehr. Der Insolvenzverwalter und der Vorstand des Reutlinger Unternehmens haben einen Antrag auf Widerruf der Handelszulassung an der Frankfurter Börse gestellt.
Manz geht davon aus, dass die Aktie im Laufe des dritten Quartals 2026 aus der Frankfurter Wertpapierliste genommen wird. Auch an anderen deutschen Börsen soll der Handel eingestellt werden. Mit dem Delisting will Manz Pflichten und Kosten reduzieren, die sich aus Börsenzulassungen ergeben.
Tesla übernimmt Anlagen und Belegschaft
Das Unternehmen baute Produktionsmaschinen etwa für die Automobilindustrie und die Solarbranche, schaffte es in den letzten Jahren aber nicht mehr in die schwarzen Zahlen und musste im Dezember 2024 Insolvenz anmelden, weil kein neuer Geldgeber gefunden werden konnte (ECOreporter berichtete hier). Der Konzern beschäftigte zuletzt weltweit 1.200 Menschen, etwa 400 davon in Deutschland. Im Februar 2026 übernahm der US-Elektroautokonzern Tesla Anlagen und drei Viertel der deutschen Belegschaft.
Die Manz-Aktie kostet in Frankfurt mittlerweile nur noch 0,07 Euro (Stand 30.6.2025, 8:02). Alleine in der letzten Woche hat sie 33 Prozent an Wert verloren. Zahlungen an die Aktionäre aus der Insolvenzmasse sind nach Angaben des Insolvenzverwalters nicht zu erwarten. Sprich: Es droht der Totalverlust des investierten Kapitals.
ECOreporter hat in den letzten Jahren mehrfach von einem Kauf der Manz-Aktie abgeraten. Spätestens seit der Insolvenzanmeldung ist die Aktie ein reines Spekulationsobjekt mit hohen Verlustrisiken. Anlegerinnen und Anleger sollten sich weiterhin nicht an Wetten auf die Kursentwicklung beteiligen.